Viaveritsa und das Zupforchester Schwalmstadt

Konzert in Hospitalkapelle: Rhythmen vom Balkan rissen mit

Mitreißend: Das Quintett Viaveritsa überzeugte bei seinem Auftritt in der Hospitalkapelle in Treysa das Publikum mit fetzigen Balkanrhythmen. Foto: Döringer

Treysa. Über 70 Besucher verfolgten am Samstagabend ein Konzert in der Hospitalkapelle in Treysa mit dem Zupforchester Schwalmstadt und der Gruppe Viaveritsa.

Zum Auftakt spielte das Zupforchester Schwalmstadt unter der Leitung von Brigitte Michelbach Stücke aus Schottland, Südamerika und Spanien. Erstmals führten sie die Titelmusik aus dem Film „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ auf. Die 15 Musiker aus der Schwalm überzeugten in ihrer Besetzung mit Mandolinen, Mandola, Gitarren, Kontrabass und Percussion die Zuhörer. Sie spendeten dem kleinen, feinen Orchester viel Beifall.

Nach einen kleinen Bühnenumbau standen fetzige Balkanrhythmen der Gruppe Viaveritsa auf dem Programm. Das Quintett mit Musikern aus dem Raum Kassel und Göttingen spielte neben ihren Balkanrhythmen, griechische Rembetikos, ein Musikstil, der aus der Volksmusiktradition Griechenlands zu Beginn des 20.Jahrhunderts in den Städten hervorgegangen ist. Häufig wird er wegen der Texte, die über Alltagssorgen und Erfahrungen der Menschen berichten, auch als griechischer Blues bezeichnet.

Weiter war italienische Filmmusik zu hören und französischer Gypsy-Jazz, den die fünf Musiker mit eigenwilligen Interpretationen und virtuosen Improvisationen zu einer tanzbaren Mischung verquickten.

Viaveritsa heißt übersetzt Eichhörnchen. Ihrem Namen machten die Musiker alle Ehre: Sie sprangen sicher zwischen den musikalischen Stilen der europäischen Musik hin und her. Nach fast eineinhalb Stunden verabschiedeten sich die Musiker des Quintetts mit mehreren Zugaben, die das Publikum stürmisch gefordert hatte. (jg)

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