Feuerwehr Neukirchen will mehr Geld

Andreas Keßler

In seinem Jahresbericht vor dem Stadtparlament Neukirchen machte Stadtbrandinspektor Andreas Keßler klar, dass es den Feuerwehrleuten an Kleidung und Schutzausrüstung fehlt. Keßler appellierte an die Stadt, die Leute „vernünftig auszustatten“.

Ein Mehr koste noch lange nicht so viel, wie eine Pflicht- oder Beruffeuerwehr. „Gerade auch die kleinen Wehren sind unverzichtbar, sagte Keßler. Im Januar und vorigen Dezember hatte der Magistrat für die Beschaffung von Kleidung für die Feuerwehr knapp 11.000 Euro bereit gestellt.

Keßler hatte seinen Vortrag unter die Überschrift „Feuerwehr im Wandel der Zeiten“ gestellt. Darauf gelte es, sich einzustellen und zu reagieren.

Innerhalb Neukirchens gibt es laut Keßler zehn Kinder (nur Seigertshausen) und 76 Jugendliche in den Feuerwehren sowie 209 Erwachsene in den Einsatzabteilungen. Hinzu kommen 58 Personen in der Alters- und Ehrenabteilung. Von 49 Einsätzen voriges Jahr war der dramatischste der Brand in dem Fachwerkhaus in Nausis im August, bei dem Nachbarn durch ihren großen Einsatz in Zusammenarbeit mit der Feuerwehr Menschen retteten.

Dass ein Übergreifen der Flammen auf benachbarte Gebäude verhindert werden konnte, sei erfolgreichen Innenangriffen zu verdanken, erläuterte Keßler. Dabei habe sich wieder gezeigt, dass der Einsatz von Material und Zeit sich auszahle.

Für die Schlagkraft sei es ein Problem, dass viele Feuerwehrleute tagsüber an ihren Arbeitsplätzen sind, die zehn Kilometer oder weiter entfernt sind. Unerlässlich sei die Anschaffung eines größeren Tanklöschfahrzeugs.

• Weitere Einsätze in 2015: Fünf Fehlalarme, 28 Hilfeleistungen und 16 Brandeinsätze.

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