Pfarrer Peter Göbel-Braun als Hephata-Direktor verabschiedet und ausgezeichnet

Finale mit Kronenkreuz

Gruppenfoto: Vorsitzender des Hephata-Aufsichtsrates Oberlandeskirchenrat Dr. Rainer Obrock, Hephata-Direktoren Maik Dietrich-Gibhardt, Peter Göbel-Braun und Klaus Dieter Horchem sowie Oberlandeskirchenrat Horst Rühl, Theologischer Vorstand der Diakonie Hessen (von links). Foto: privat

Treysa. Pfarrer Peter Göbel-Braun wurde in Hephata mit einem Gottesdienst und anschließender Feierstunde in den Ruhestand verabschiedet. Zuvor erhielt er von Oberlandeskirchenrat Horst Rühl, theologischer Vorstand der Diakonie Hessen, das Goldene Kronenkreuz überreicht, die höchste Auszeichnung der Diakonie in Deutschland.

„Finale“, dieses eine Wort hatte Pfarrer Peter Göbel-Braun auf das Deckblatt des Flipcharts in seinem Büro geschrieben. Er selbst, sein Vorstandskollege Maik Dietrich-Gibhardt und auch die Grußwortredner nahmen darauf Bezug. 36 Jahre Tätigkeit für die Hephata Diakonie, davon die letzten 21 Jahre als pädagogischer Vorstand, gehen offiziell zum 1. Juni zu Ende. Rund 150 Wegbegleiter aus Kirche und Diakonie, Freunde und Förderer Hephatas, Vertreter aus Politik, Gesellschaft und Vereinen waren zur Verabschiedung gekommen. Neben Karl Josef Freischem an der Orgel gestaltete die inklusive Band „Jukas – on tour“ auf Wunsch von Göbel-Braun, der selbst E-Gitarre spielt, den musikalischen Rahmen.

„Am gnadenlos freien Markt gelten ‘Seltene Erden’ mehr als Frieden auf Erden.“

Peter Göbel-Braun

Zwar griff Göbel-Braun nicht zur Gitarre, die Predigt im festlichen Gottesdienst, in dem unter anderem das Lied „Liebster Jesu, wir sind hier“ gesungen wurde, übernahm er aber selbst. Überaus engagiert nahm er die Menschen im Kirchsaal mit auf eine theologische und philosophische Fahrt, die wohl viele geistige Stationen seines Ausbildungs- und Berufslebens nachzeichnete.

„Bleibt man am Gehen, geht es voran“, so Göbel-Braun, der geschwind vom Philosophen Sören Kierkegaard zum Apostel Markus und seiner Schilderung der Aussendung der Jünger überleitete und zur von Jesus geschenkten Freiheit gelangte. Äußerst munter und (er)kenntnisreich streifte Göbel-Braun, dessen Familie in der ersten Reihe zuhörte, durch ihm lebenslang vertrautes, theologisch-soziales Terrain, das immer „die einzigartige Würde eines jeden Menschen“ im Zentrum wusste.

Offene Kritik flocht er ein „am gnadenlos freien Markt“, Kritik an einer Welt, „in der ‘Seltene Erden’ mehr gelten als Frieden auf Erden“. Doch Zuversicht bleibt: „Zu den gering Wertgeschätzten weist der Stern von Bethlehem.“

Die bewegte und bewegende Predigt fasste Oberlandeskirchenrat Horst Rühl dann so zusammen: „Sie haben uns ja noch mal ein richtiges Feuerwerk abgebrannt.“ Er beschrieb die Zusammenarbeit mit Göbel-Braun als reibungsvoll, aber positiv. (red/aqu)

WEITERE ARTIKEL

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.