Wallgraben: Verband kritisiert das Vorgehen

Fischer fordern klares Konzept

Sauerstoffmangel: Im Sommer war es im Wallgraben zu einem Fischsterben gekommen. Foto: Grede

Ziegenhain. Nach Einschätzung des Verbands Hessischer Fischer (VHF) gibt es nach wie vor kein klares Konzept zur Sanierung des Kleinen Wallgrabens in der Ziegenhainer Festungsanlage. Der VFH ist nicht nur Verband der Fischer, sondern anerkannte Naturschutzvereinigung mit fast 40 000 Mitgliedern. In einer Stellungnahme äußert sich der Verband zur Kampfmittelräumung des Gewässers.

Es sei dem VHF durchaus bewusst, dass sich die Erstellung eines Konzeptes als eine sehr komplexe und schwierige Aufgabe rund um den Gebäudekomplex und die Region darstelle.

Beteiligte an einen Tisch

Es sei aber an der Zeit, dass sich die Verantwortlichen an einen Tisch setzten und zielorientiert miteinander ins Gespräch kämen, schreiben die Fischer.

Ziegenhain werbe zum Beispiel in Magazinen, Stadtplänen oder auf Postkarten mit dem fantastischen Anblick der Festungsanlage mit Wallgraben.

Der Verband kritisiert, dass man sich um Zuständigkeiten, Eigentumsrechte und viele andere Dinge streite und dadurch kaum Transparenz in den Bereichen von Gutachten, Gegengutachten und Informationen walten lasse.

Verantwortung übernehmen

Der Präsident des Verbandes Hessischer Fischer fordert nun alle Beteiligten und Verantwortlichen dringlichst auf, endlich Verantwortung zu übernehmen und zu handeln. Es solle ein Konzept zur Erhaltung und notwendigen Sanierung erstellt und danach zeitnah umgesetzt werden.

Aus Sicht des VFH ist der Lebensraum der Fische im Wallgraben nicht nur bedroht, er sei bereits nachhaltig und intensiv gestört. (syg)

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.