Mangelnder Schutz von Fledermäusen: Nabu klagt gegen A49-Abschnitt

Marburg/Schwalmstadt. Der mangelnde Schutz der Fledermäuse bei Wiera, Verfahrensfehler und das vorläufige Bauende bei Treysa: Dies führt der Naturschutzbund (Nabu) Hessen als Klagebegründung gegen den Weiterbau der Autobahn 49 an.

In Marburg haben Sprecher am Mittwoch erläutert, warum sie gegen den Autobahnabschnitt Schwalmstadt-Stadtallendorf vor das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig gezogen sind (HNA berichtete).

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Naturschutzbund reicht Klage gegen Weiterbau der A 49 ein

„Im Planungsverfahren wurden demokratische Beteiligungsrechte ausgehebelt“, sagte Nabu-Landesgeschäftsführer Hartmut Mai. Der Nabu sei von Erörterungs-Terminen ausgeschlossen worden. Außerdem hätten Behörden die Öffentlichkeitsbeteiligung „massiv unterlaufen“ und nicht alle Pläne offen gelegt und es fehle die vorgeschriebene Artenschutz-Alternativen-Prüfung für europaweit geschützte Fledermäuse im Bereich des Großen Tiefenbach bei Wiera.

Reinhard Forst von der Aktionsgemeinschaft „Schutz des Ohmtals“ sagte: „Das jetzt ins Auge gefasste vorläufige Bauende in Treysa oder Stadtallendorf führt zu untragbaren Verkehrsverhältnissen auf den Bundes- und Landesstraßen in der Region.“ Auch die Initiative „Schwalm ohne Autobahn“ unterstützt die Klage.

Der Spruch wird in etwa einem Jahr erwartet. Auf den Bau des Abschnitts bis Treysa hat er keinen Einfluss. (aqu)

Ausbau der A49: Die Autobahn im Wandel der Zeit

Die Anfänge: Der Bau des ersten Streckenabschnitts der A 49 wurde 1971 begonnen und führte bis Gudensberg. Diese Aufnahme aus dem Oktober 1973 zeigt die Anhöhe bei Dissen. © 
Die Autobahn A 49 im Oktober 1973. © 
Freigabe der Autobahn A 49 am 12. 8. 1975. © 
Bundesverkehrsminister Kurt Gscheidle (mit Schere) gibt am 12. August 1975 den Abschnitt von Gudensberg bis Fritzlar für den Verkehr frei. © 
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Verkehrsminister Alfred Schmidt, FDP-Kreisbeigeordneter Conrad Fischer und Regierungspräsident Dr. Ernst Wilke (von links) beim Spatenstich für die Strecke bis Neuental. © 
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Markierungspfähle für A49-Trasse bei Frankenhain. © 
Markierungspfähle für A49-Trasse bei Frankenhain. Sie markieren den Mittelpunkt der Fahrbahn. © 
Markierungspfähle für A49-Trasse bei Frankenhain, links zwei Aussiedlerhöfe. Dort wo die Treckerspur verläuft, liegt etwa der geplante Tunnel durch den Berg. © 
Betroffene Gemeinde Frankenhain: Trasse führt direkt an Ort vorbei. © 
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Ende der A 49 bei Neuental. © 
A49-Baustelle bei Schwalmstadt. © 
A49-Baustelle bei Schwalmstadt: Eine kleine Rednertribüne für den Spatenstich am 15.3.2011 ist hergerichtet. © 
A49-Weiterbau bei Neuental-Bischhausen. © 
Spatenstich für A49-Weiterbau bis Treysa © 
Spatenstich für A49-Weiterbau bis Treysa © 
Spatenstich für A49-Weiterbau bis Treysa © 
Spatenstich für A49-Weiterbau bis Treysa © 
Spatenstich für A49-Weiterbau bis Treysa © 
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