Deutsche Meisterschaft: Spektakuläre Sprünge auf dem Fahrrad gab es beim Mountainbike 4-Cross

Flott wie aufgezogene Federn

Schwalmstadt. Auf dem Starthügel der Strecke warten die vier Fahrer auf das Zeichen. Sobald die Metallvorrichtung den geländetauglichen Fahrrädern, den Mountainbikes (MTB) den Weg auf die serpentinenartige Rennstrecke freigibt, schießen die Mountainbiker wie aufgezogene Federn los: Am Wochenende kämpften knapp 80 Radfahrer auf der Mountainbike-Strecke des Fördervereins MTB-Zentrum Schwalm und des ESV Jahn Treysa um Titel.

Zum ersten Mal wurde auf der 450 Meter langen Strecke in der Nähe der Ostergrund-Schule in Treysa die Deutsche Meisterschaft Mountainbike 4-Cross ausgetragen. In den Klassen Junioren, Damen und Herren kämpften die Sportler um den Titel „Deutscher Meister“.

Die anspruchsvolle Rennstrecke mit brenzligen Engstellen, kniffeligen Hindernisse, scharfen Kurven und gewagten Sprungschanzen machte das den Fahrern nicht gerade einfach. Mit hoher Geschwindigkeit ging es los, um die bestmögliche Zeit herauszufahren. Spektakuläre Sprünge waren an der Tagesordnung. Jede Kurve nahmen die Profis mit hoher Geschwindigkeit, um keine Sekunde zu verlieren.

Stürze gehören bei einer solchen Strecke dazu, aber die Fahrer waren gut geschützt mit Ganzkörperanzügen. „Es gab zwar ein paar Verstauchungen, aber nichts Gravierendes“, sagte Mitveranstalter Thorsten Fischer von Fischi’s Bike-Box.

Am Ende hatte bei den Männern Johannes Fischbach die Nase vorn, bei den Junioren Maximilian Wrstala und bei den Damen Steffi Marth. Erfreulich: Den dritten Platz der Damen belegte Dana Elena Schweika vom Team Bikebox-Racing aus Schwalmstadt, die vergleichsweise neu im Mountainbike-Sport ist.

Feld wurde ständig kleiner

Am Sonntag folgte der dritte Mitteldeutsche 4-Crosscup, einem von fünf Veranstaltungen im Jahr, an denen die Radfahrer Punkte für die Gesamtwertung sammeln können. Jeweils zu viert absolvierte jeder Sportler drei Qualifikationsrunden in seiner Klasse.

Zug um Zug wurde das Feld der 74 Sportler wurde so reduziert auf die Finalläufe. „Das wird gekämpft mit Messern zwischen den Zähnen“, meinte Fischer.

Riskante Überholversuche durch die engen und schrägen Kurven oder ein beherzter Sprung über ein Hindernis entschieden über Sieg oder Niederlage.

Zum ersten Mal fuhr auch Lukas Neubert aus der Ostergrund-Schule in Treysa mit. Über das Angebot einer Mountainbike-AG an seiner Schule, organisiert vom ESV Jahn Treysa und Fördervereins MTB-Zentrum Schwalm, kam er zum Mountainbiking und ist seitdem fast jeden Tag an der Rennstrecke. ERGEBNISSE LINKS

Von Sebastian Vogt

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