Atemschutzseminar in Frielendorf brachte ein Dutzend ehrenamtlicher Brandschützer zum Schwitzen

Fit für den fordernden Ernstfall

Beim Seminar für die Atemschutzträger: Gruppenfoto am Frielendörfer Feuerwehrhaus. Foto: privat

Frielendorf. Der Einsatz unter Atemschutz stellt für Feuerwehrfrauen und -männer immer eine große Herausforderung dar. Gemeinhin gelten Atemschutzgeräteträger als Speerspitze im Kampf gegen das Feuer. Erst vor Kurzem mussten Frielendorfs Brandschützer bei dem Brand in einem Mehrfamilienhaus ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen.

Umso wichtiger sei daher eine praxisgerechte Ausbildung jedes einzelnen Atemschutzgeräteträgers unter realistischen, aber kontrollierbaren Bedingungen, heißt es in einem Pressebericht. Regelmäßig veranstalte die Arbeitsgemeinschaft (ARGE) Atemschutz der Feuerwehr Frielendorf aus diesem Grund ganztägige Fortbildungsseminare. Am vergangenen Wochenende trafen sich vierzehn Atemschutzgeräteträger am Feuerwehrhaus in Frielendorf, um vorhandenes Wissen aufzufrischen und Neues zu lernen.

Denn, so der Bericht: „Bei Einsätzen in brennenden Gebäuden setzen Atemschutzgeräteträger immer auch das eigene Leben aufs Spiel.“ Am Atemschutzgerät könne ein technischer Defekt auftreten, der Geräteträger könne sich in herabhängenden Kabeln hilflos verheddern oder im völlig verrauchten Bereich abstürzen. Im Inneren eines Hauses sei der Trupp größtenteils auf sich selber gestellt, „Flammen, Rauch und Hitze verzeihen keine Fehler“.

Seminarleiter Matthias Haaß, der kurzfristig für Christian Nill eingesprungen war: „Eine ständige Aus- und Fortbildung sowie eine gute körperliche Fitness sind unerlässlich für ein effektives und vor allem erfolgreiches Arbeiten im Atemschutzeinsatz.“ Bei dem Blockseminar mussten die Teilnehmer an fünf Stationen ein forderndes Ausbildungsprogramm durchlaufen. Dabei wurden Gebäudeteile entweder vernebelt oder die Atemschutzmasken komplett verdeckt. „Handlungssicherheit unter Nullsicht ist das A und O“, verdeutlichte Haaß.

Die Seminarteilnehmer lernten in diesem Jahr unter anderem die Handhabung mit der Wärmebildkamera, das Befreien aus Zwangslagen sowie das Retten von Personen über die Steckleiter.

„Bei Einsätzen in brennenden Gebäuden setzen Atemschutzgeräteträger immer auch das eigene Leben aufs Spiel.“

Beim Blockseminar

Das achtköpfige Ausbilderteam hatte sich neben der normalen Feuerwehrarbeit in den Ortsteilfeuerwehren wochenlang auf den Ausbildungssamstag vorbereitet und gleichzeitig unter Federführung von Christian Nill eine Handreichung für die Standortausbildung ausgearbeitet.

„Das Seminar war kurzweilig, abwechslungsreich und realistisch. Darüber hinaus haben die Ausbilder den Spagat zwischen Spaß und Ernst hervorragend hinbekommen“, erklärte ein Teilnehmer bei der Abschlussbesprechung. (aqu)

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