Gewerkschaftsgruppe gegen Einsparungen an Grundschulen

GEW fordert Stellen

Schwalmstadt. Kein Bildungsbereich darf gegen einen anderen ausgespielt werden: Zu diesem Fazit kommt der GEW-Kreisverband Ziegenhain nach seiner jüngsten Mitgliederversammlung.

Die Gruppe der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft hat sich dabei besonders mit dem Lehrermangel an der Wasenberger Grundschule (HNA berichtete) und der Einrichtung von Intensivklassen beschäftigt.

Schlechteste Bezahlung

Laut der GEW-Pressemitteilung bietet Hessen Lehrkräften die schlechteste Bezahlung bei bundesweit höchster Arbeitszeit und dabei keine langfristige Perspektive. Immer mehr Pädagogen ergreifen laut GEW die Chance einer Einstellung in anderen Bundesländern, da eine Festeinstellung in Hessen derzeit oft erst nach 8,5 Jahren folge, „wir fordern die Übernahme aller ausgebildeten Lehrkräfte nach vier Jahren Befristung“.

Bedingungen verschlechtert

Die zurückgehenden Schülerzahlen dienen nach Angaben der Kreisgruppe als Begründung für die Weigerung der Landesregierung, zusätzliche Stellen zu schaffen. Dabei würden die Bedingungen in Grundschulen und in den Oberstufen der Gymnasien verschlechtert.

Für die zusätzliche Einrichtung von Deutsch-Intensivklassen und -kursen für zugewanderte Kinder und Jugendliche benötigen die hessischen Schulen mindestens 500 Lehrer zusätzlich, so die Mitteilung. Deren Weiterqualifizierung im Bereich Deutsch als Zweitsprache wäre sofort notwendig.

Die GEW spricht sich dagegen aus, dass es durch Zuweisungen etwa für für Inklusions- und Intensivklassen zur Verschlechterung der Arbeitsbedingungen in anderen Bereichen kommt, „für eine erfolgreiche Inklusion müssen endlich die notwendigen Stellen und Mittel zur Verfügung gestellt werden“, endet die vom Vorsitzenden Wolfgang Schwanz verfasste Pressemitteilung. (aqu)

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