Mühlenhistorie in Bildern

Foto-Club Neukirchen: Mitglieder zeigen im Museum besondere Fotografien 

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Überraschende Ansichten: von links Konrad Nachtwey, Werner Thuleweit, Franz Fenner, Konrad Kurz, Klaus Best und Karl-Heinz Pfalzgraf.

Ziegenhain. Nicht Knipser, sondern fotografische Künstler tummelten sich am Sonntag im Museum der Schwalm. Die Fotografen Werner Thuleweit, Franz Fenner, Klaus Best und Karl-Heinz Pfalzgraf stellen ihre Ansichten der Steinmühle Schorbach aus.

Die Mitglieder des Foto-Clubs Neukirchen nahmen das Besondere und winzige Details der historischen Mühlenanlage in den Fokus und wurden allein durch ihren Blick für das Besondere zum Künstler. „Die Linse ist objektiver als das menschliche Auge“, meinte Museumsleiter Konrad Nachtwey.

Inzwischen aber sei die Fotografie ein Teil der bildenden Kunst. Die Herren setzten Dinge wie eine Werkzeugleiste mit Zangen, Gewichte einer Waage, auch das Futter einer Drehbank in Szene, hielten das alte Mühlentelefon fotografisch fest oder zeigten den Blick vom Mühleninneren nach außen. Manch Aufnahme scheint im Spiel mit Licht und Schatten eine Bewegung eingefangen zu haben: Ein tropfendes Rad oder tanzende Schrauben gilt es beim Ausstellungsbesuch zu entdecken.

Mühlenbesitzer Konrad Kurz rief die Geschichte der 1592 erstmals erwähnten Mühle während der Vernissage in Erinnerung. Bis 1978 sei die Mühle noch in Betrieb gewesen. 80 Getreidelieferanten hätten in den 1950er-Jahren die Mühle beliefert. Nach zwei Missernten in den Jahren 1977/1978 und einem permanent kleiner werdenden Markt, sei die Mühle stillgelegt worden. In den 1990er- Jahren habe die Familie die Mühle für Besichtigungen hergerichtet.

„Ich hoffe, dass auch meine Enkel noch die alte Mühle für die Nachwelt erhalten“, so Konrad Kurz, der auf dem Anwesen geboren wurde und auch das Müllerhandwerk von der Pike auf gelernt hatte. Konrad Kurz ist auf einem Porträt der Ausstellung zu finden und die vier Fotografen einigten sich darauf, dem Mühlenbesitzer dieses Foto zu schenken.

Alle anderen Fotografien sind zum Preis von 35 Euro pro Aufnahme käuflich zu erwerben.

Öffnungszeiten: Die Ausstellung läuft noch bis zum 11. Dezember und kann dienstags bis sonntags in der Zeit zwischen 14 und 17 Uhr besichtigt werden.

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