1. Startseite
  2. Lokales
  3. Schwalmstadt

Zukunftsprojekt: Frische Ideen für den Knüll

Erstellt:

Von: Sandra Rose

Kommentare

Gesprächsrunde: von links Moderator Jonathan Linker, Zweckverbandsvorsitzender Dr. Nico Ritz, Heidrun Englisch (Rotkäppchenland), Naturparkführerin Kristina Fiand, Ottraus Bürgermeister Jonas Korell, FÖJlerin Cordelia Fehrenbacher und Katrin Anders, Geschäftsführerin des Zweckverbands Knüllgebiet.
Gesprächsrunde: von links Moderator Jonathan Linker, Zweckverbandsvorsitzender Dr. Nico Ritz, Heidrun Englisch (Rotkäppchenland), Naturparkführerin Kristina Fiand, Ottraus Bürgermeister Jonas Korell, FÖJlerin Cordelia Fehrenbacher und Katrin Anders, Geschäftsführerin des Zweckverbands Knüllgebiet. © Mareike Urbanek

Den Knüll weiter entwickeln, Projekte anstoßen, Ideen austauschen – damit startet die Region in die neue Leader-Förderperiode.

Frielendorf – Um Zukunftsprojekte für den Knüll ging es jetzt in Frielendorf, im Hotel Hassia trafen sich Touristiker, Bürgermeister und Förderer zu einer Gesprächsrunde. Unter der Moderation von Jonathan Linker wurde eine lokale Entwicklungsstrategie erarbeitet.

Was kann das EU-Förderprogramm Leader für die Regionalentwicklung im ländlichen Raum leisten?

Linker erläuterte, dass „Idylle allein“ nicht reiche, es brauche Menschen, die sie erkennen, die sich dafür einsetzten und bereit seien, Dinge voranzubringen. „Und diese Menschen brauchen Sichtbarkeit und Förderung. Die Vernetzungsarbeit, die verbindende Infrastruktur, die regionale Einbettung, die sich das Regionalmanagement im Knüll zur Aufgabe macht, ist ungeheuer wichtig“, sagte der Journalist.

Wie und wo konkret unterstützt Leader?

Hierzu erklärte Heidrun Englisch, Geschäftsführerin des Tourismusservice Rotkäppchenland, dass Privatleute eher investierten, wenn die Struktur stimme. Sie lobte die Dynamik, die auch durch den Naturpark Knüll in der Region spürbar sei und beispielsweise mit der Ausschilderung der Premiumwanderwege „Fabelwege“ auch sichtbar werde. Kristina Fiand vom Kunst- und Werkhof in Großropperhausen berichtete, dass sie schon mehrfach von Leader profitiert habe – durch Investitionsförderung auf dem eigenen Hof sowie bei der Ausbildung zur ehrenamtlichen Naturparkführerin.

„Ich möchte für das, was ich an Unterstützung erhalten habe, etwas zurückgeben, unseren Hof öffnen, die Begeisterung für Region und Landschaft weitergeben. Indem wir erfahren, welchen Wert unsere Landschaft hat, entwickeln wir auch als Region mehr Selbstvertrauen“, sagte die Künstlerin.

Welche konkreten Projektideen gibt es?

Aus der Sicht von Ottraus Bürgermeister Jonas Korell sollen insbesondere Projekte im Bereich Infrastruktur für Naherholung und Naturerlebnis umgesetzt werden. Leader sei ein Programm, das das Potenzial habe, alle mitzunehmen, weil es sich in der Region entwickele, sagte Dr. Nico Ritz, Bürgermeister der Stadt Homberg und Vorsitzender des Zweckverbands Knüllgebiet als Träger des Regionalmanagements. Wichtig sei die Vernetzung der Akteure und Initiativen: „Das ist der große Mehrwert. Es geht bei Weitem nicht nur um das Geld, das durch Leader in die Region kommt. Die Rolle der Regionalentwicklung ist es, den Wandel aktiv zu gestalten.“ Die neue Förderstrategie stellte Sonja Kunze (Büro akp aus Kassel) vor. Sie berichtete von Gesundheitsförderung und Ärzteversorgung, kulturellem Austausch in den Orten, Klimaschutz und erneuerbare Energien – dies seien nur einige Bereiche, in denen in der Leader-Region Knüll in den kommenden fünf Jahren Projekte entwickelt und umgesetzt werden sollten.

Was kann besser vermarktet werden?

Die Produktion und Entwicklung regionaler Produkte spielt im Knüll eine immer größere Rolle – gemeinsam sollen hier Wege gefunden werden, wie diese etwa noch besser vermarktet werden können. Das Naturerlebnis soll insbesondere im Naturpark Knüll noch intensiver ermöglicht werden, beispielsweise durch Wanderinfrastruktur, Naturerlebniswege und -spielplätze. Bildungsangebote für eine nachhaltige Entwicklung sollen über den Naturpark in Kooperation mit Schulen und Kitas entwickelt werden. Das Radfahren im touristischen Bereich, aber auch im Alltag wird regional besser abgestimmt und weiterentwickelt werden.

Wie viel Geld steht für die Ideen zur Verfügung?

Insgesamt sollen der Region Knüll in den kommenden fünf Jahren 3,36 Millionen Euro Fördermittel zur Verfügung stehen. Auch Projekte der Klein- und Kleinstunternehmen werden wieder profitieren können.  

Auch interessant

Kommentare