Frankenhainer erinnerten an französische Vorfahren

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Frankenhainer erinnerten an französische Vorfahren

An die hugenottische Tradition des Ortes erinnern sich jedes Jahr Ende August die Frankenhainer: Dazu veranstaltete der Hugenotten- und Geschichtsverein gemeinsam mit der Evangelischen Kirchengemeinde den zehnten Hugenottensonntag.

Trotz anfangs bangen Blicken zum Himmel feierten etwa 200 Gäste einen Freiluft-Gottesdienst, danach genoss man Brioche und anderen französischen Leckereien an einer großen Kaffeetafel. 1685 wurden die Hugenotten vom Landgraf angeworben, um nach dem 30-Jährigen Krieg die Schwälmer Wirtschaft wieder in Gang zu bringen. „Willkommen waren sie jedoch nicht“, erklärte Falko Gombert, Vorsitzender des Hugenottenvereins mit derzeit 36 Mitgliedern. Nach zähem Ringen wies man den Menschen - überwiegend Handwerkern - schließlich den Hügel oberhalb Treysa zu, der für seine kargen Böden bekannt war. Etwa 130 französische evangelische Christen, insgesamt 13 Familien, siedelten sich in Frankenhain an. Der Hugenottensonntag wird regelmäßig seit der 300-Jahr-Feier 2001 gefeiert. (zsr)

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