Baumkletterer schneiden bei Wind und Regen die Bäume

Friedhof in Ziegenhain wird verkehrssicher

Baumarbeiten am Friedhof in Ziegenhain: Baumkletterer Constantin Funck schneidet die Äste der Bäume mit einer Handsäge zurück.
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Baumarbeiten am Friedhof in Ziegenhain: Baumkletterer Constantin Funck schneidet die Äste der Bäume mit einer Handsäge zurück.

Bei Wind und Regen werden die Bäume am Friedhof in Ziegenhain geschnitten. Die Baumkletterer bewegen sich dabei in schwindelerregender Höhe.

Ziegenhain – Mit gekonnten Handgriffen sichern sie sich an dem Seil, das schon im Baum befestigt ist, und dann geht es nach oben bis in die Baumkrone. „Wir sind alle ausgebildete Baumkletterer, daher ist das, was von unten spektakulär aussieht, für uns Routinearbeit“, sagt Constantin Funck vom Betrieb Baumpflege Funck aus Rommershausen.

Trotz des immer noch windigen und regnerischen Wetters kletterten die vier Mitarbeiter in dieser Woche in den Bäumen. „Wir sind wirklich gut gesichert und da war das Arbeiten bei dem Wetter kein Problem.“ Am Dienstag, als die Baumarbeiten eigentlich schon beginnen sollten, konnten die Baumkletterer wegen des Sturmes nicht arbeiten. Da sei es zu stürmisch gewesen.

Die Stadt Schwalmstadt hat den Betrieb Baumpflege Funck für diese Arbeit beauftragt. Die Bäume sollten im Zuge dieser Tätigkeit verkehrssicher werden. Das bedeutet, dass Totholz weggeschnitten und die Äste zurückgeschnitten wurden. „Da viele Leute dort auf dem Friedhof unterwegs sind, muss so ein Baumschnitt aus Sicherheitsgründen gemacht werden“, sagt der Bauamtsleiter der Stadt Schwalmstadt, Alexander Inden.

Um die Sicherheit auch während der Baumarbeiten zu gewährleisten, wurden die Bereiche um die Bäume herum abgesperrt. Außerdem waren immer wieder Rufe wie zum Beispiel „Achtung dicker Ast“ zu hören, damit niemand von dem herunterfallenden Ast getroffen wird. Mit einfachen Handsägen sägten die vier Baumkletterer die Äste und das Totholz ab, welches dann auf den Boden geworfen wurde.

Bevor die Baumkletterer mit den eigentlichen Arbeiten begonnen hatten, wurde jeder Baum auf dem Friedhof kontrolliert und genau geschaut, wie viel vom Baum weggeschnitten werden muss, erklärte Funck.

Die Baumarbeiten bringen neben der Sicherheit für die Friedhofsbesucher allerdings noch einen weiteren Vorteil mit sich. „Wenn man die Bäume zurückschneidet, ist der Erhalt der Bäume auch besser gewährleistet“, so Funck, denn ein sicherer Baum könne auch länger stehen bleiben.

Generell sei es wichtig, möglichst viele Bäume im städtischen Bereich zu erhalten, denn sie verbessern vor allem die Luftqualität.

Die Arbeiten oben im Baum hätten allerdings nicht vom städtischen Bauhof übernommen werden können. „Wir haben für so etwas nicht die richtige Ausrüstung, da man ja bis hoch in die Baumkrone klettern muss“, sagt Alexander Inden.

Für diese Baumarbeiten hatte sich auch explizit der Ortsbeirat Ziegenhain ausgesprochen, so Inden. Die Bäume stehen nämlich schon sehr lange dort, deswegen sei es wichtig, immer wieder mal die Bäume zu kontrollieren. Vor rund zwei Jahren hatte der Betrieb von Funck die Bäume schon mal zurückgeschnitten.

Die Baumarbeiten werden noch mindestens zwei weitere Tage dauern. Am Friedhof in Treysa hat Baumpfleger Funck die Bäume ebenfalls schon von Totholz befreit und Äste zurückgeschnitten.

Regelmäßige Kontrollen notwendig

Der Betrieb Baumpflege Funck muss sich an Baumkontrollrichtlinien halten. Sie arbeiten nach den Richtlinien von der Forschungsgesellschaft Landschaftsentwicklung Landschaftsbau e.V. (FLL). Diese Gesellschaft macht darauf aufmerksam, dass solche Baumkontrollen notwendig sind. Vor allem Bäume im städtischen Bereich können durch die Umwelteinflüsse schnell zur Gefahr werden, sagt der Präsident der FLL Prof. Dr. Ulrich Kias. Baumeigentümer sind zudem verpflichtet, die Verkehrssicherheit ihrer Bäume zu gewährleisten.

(Lea Beckmann)

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