Friedhofsgebühren: Ein trauriges Thema

Schwalmstadt - Angenehm war das den Stadtverordneten Schwalmstadts ganz und gar nicht: Die Friedhofsgebühren, gleich wie nun die Bezeichnung lautet und welche Leistungen sie beinhaltet, steigen stark an, zum Teil wird der Faktor 1,8 angelegt. Ein Kommentar dazu von Anne Quehl.

In der finanziell angespannten Lage soll nicht länger darüber hinweg gesehen werden, dass das Friedhofswesen die Stadt mehr kostet, als die Hinterbliebenen zahlen. Die Pflicht zur kostendeckenden Gebührenerhebung wird zitiert.

Gelobt wird zugleich das Engagement der Ehrenamtlichen, die Arbeit auf den kirchlich verwalteten Friedhöfen einiger Dörfer gratis verrichten und so die Ersparnisse ihrer Nachbarn schonen. Dass dies in den Kleinstädten Treysa und Ziegenhain auch funktionieren könnte, glaubt wohl niemand so recht. Doch: Warum sollten die Schwalmstädter, die unentgeltlich auf den Gottesäckern arbeiten, auch noch für das allgemeine Finanzloch aufkommen? Insofern ist es schon stimmig, genau abzurechnen.

Trotzdem sollte man beginnen, über neue und günstigere Bestattungsformen nachzudenken. Mit den Urnengräbern ist es inzwischen wie mit dem Trinkwasser: Je mehr (Platz/Menge) gespart wird, desto höher werden die anteiligen Betriebskosten.

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