Hobby nicht nur zu Ostern

Frielendorf: Hühner machen sie glücklich

Schon die Küken gehören zur Familie: von links Ruben (12) und Jonah Hucke (7) mit Jugendleiter Armin Boppert und Brahma-Küken.
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Schon die Küken gehören zur Familie: von links Ruben (12) und Jonah Hucke (7) mit Jugendleiter Armin Boppert und Brahma-Küken.

Familie aus Frielendorf macht es viel Spaß, unterschiedliche Hühnerrassen zu züchten, von Wyandotten über Brahma bis New Hampshire. 

Mit dem Satz „Papa, wir wollen Hühner haben“ begann für Familie Hucke vor drei Jahren ein Hobby, das inzwischen die ganze Familie lebt und liebt. In der Grundschulklasse des großen Sohnes Ruben schwärmten einige Jungs für Hühner und so beschloss auch Ruben, für Familienhühner zu kämpfen. „Ein halbes Jahr lang lag er mir mit seinem Wunsch in den Ohren. Da musste ja dann doch was Ernstes dran sein“, so Papa Markus, der sodann seine Zustimmung zur Hühnerhaltung gab.

Schnell waren die ersten Hühner am Hof, ist doch Armin Boppert, stellvertretender Vorsitzender und Jugendleiter des Geflügelzuchtvereins Frielendorf, mit der Familie eng verbunden. „Meine Frau ist Patentante der Jungs“, verriet Boppert. 

Hobby für die ganze Familie

Erste Wyandotten- und New Hampshire-Hühner kamen nach Linsingen und so musste sich Papa Markus mit dem Bau eines mobilen Hühnerstalles beeilen. „Die Hühner sollten immer frisches Gras bekommen. Sie ziehen sie mit ihrem Hühnerstall immer ein Stück weiter, wenn sie ein Stück der Wiese abgefressen haben“, erklärte der zwölfjährige Ruben. 

Armin Boppert ist selbst erfolgreicher Hühnerzüchter und gewann gar schon Europameistertitel. Auch er habe mit neun Jahren die Liebe zu Hühnern entdeckt und sich dann Schritt für Schritt eine erfolgreiche Zuchtlinie aufgebaut.

Vor allen Zuchtbestrebungen stehe jedoch immer erst einmal die Liebe zum Tier. „Noch steht die Zucht bei uns nicht im Vordergrund. Wir haben vorerst nur ganz viel Spaß an den Hühnern. Vielleicht züchten wir dann mit den neuen Brahma-Küken“, so Ruben, der sich freut, dass inzwischen auch der jüngere Bruder Jonah, Mama, Papa und sogar die Oma die Hühner ins Herz geschlossen haben.

„Einziges Problem: Jedes Familienmitglied schwärmt für eine andere Rasse“, schmunzelt Mama Marina. Papa Markus hat sich beispielsweise in ein vorwitziges Brahma-Huhn, das der Familie geschenkt worden war, verliebt und plädierte damit auch für die Anschaffung der kleinen Neuzugänge. Ruben und Jonah lieben Wyandotten, finden aber auch ihre eigenen gezogenen Mischlingshühner klasse. „Im letzten Jahr brütete eine Henne drei Küken aus. Das war super spannend“, verriet der Siebenjährige, der mit seinem Bruder den Küken die Namen Dienstag, Mittwoch und Freitag gemäß den Schlupftagen gab. „Ein frecher Hahn landete aber auch schon im Kochtopf“, sagte Jonah.

Hühner haben Gehege im Garten

Die neuen Brahma-Küken leben derzeit noch im warmen Keller der Familie und dürfen bei Sonnenschein erste Ausflüge im kleinen Gehege im Garten unternehmen. Familienhund Luna hat dabei immer ein wachendes Auge auf den kleinen Familienzuwachs. Die Eierausbeute liefern die Jungen gerne bei ihrer Oma ab, die wiederum leckere Kuchen für die gesamte Familie backt.

Armin Boppert betreut in der Jugendgruppe des Geflügelzuchtvereins derzeit sechs Kinder und Jugendliche. Besonders beliebt sei bei allen das große Jugendzeltlager im Landesverband, wo beim Kanufahren so manch Abenteuer erlebt werden kann. Ruben trägt jedenfalls voller Stolz sein Lieblingsshirt „Hühner machen glücklich“ und ist von diesem Statement auch durch und durch überzeugt.

Von Regina Ziegler-Dörhöfer

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