Anfahrt mit Gottesdienst

200 nordhessische Motorradfahrer starteten in Leimsfeld in die Saison 

Leimsfeld. Petrus muss ein Biker sein. Denn pünktlich zum Start der traditionellen Anfahrt der Motorradfreunde Leimsfeld (MFL) strahlte die Sonne auf die Piste.

Rund 200 Motorradfahrer aus ganz Nordhessen hatten sich auf den Weg in den Frielendorfer Ortsteil gemacht, um gemeinsam in die Zweiradsaison zu starten. Dieses Jahr sei es bereits die 20. Anfahrt mit Gottesdienst, sagte Korsoleiter Matthias Probst nicht ohne stolz. 

Start und Ziel der knapp einstündigen Rundfahrt war das Clubhaus der Motorradfreunde in Leimsfeld. Die Strecke führte die Fahrer unter anderem über Obergrenzebach, Leuderode, Remsfeld und Schwarzenborn. Für Sicherheit sorgte Thomas Kraus von der Motorradstaffel der Johanniter-Unfall-Hilfe und die Mitglieder der MFL. Rund 22 Helfer seien dieses Jahr im Einsatz, davon 17 Vereinsmitglieder, so Probst. 

Genossen den Start in die Saison: (von links) Peter Maier, Maik Huber, Bernd Heer, Prälatin Marita Natt, Motorradpfarrer Reinhold Natt und Korso-Leiter Matthias Probst.

Eines wurde wieder einmal deutlich: Egal, ob Trike, Quad, Chopper, Gelände- oder schnelle Straßenmaschine, in der großen Familie der Motorradfahrer hat jeder seinen Platz und auch das Alter spielt überhaupt keine Rolle - Motorradfahren verbindet. Ausgiebig nutzten die Biker vor und nach der Anfahrt die Gelegenheit für Benzingespräche und tauschten sich über ihre Maschinen, Touren und viel zu früh verstorbene Freunde aus. 

Gedenken an verstorbenen Motorradseelsorger Wolfgang Maltzahn

Der direkt an den Korso anschließend Gottesdienst stand auch im Zeichen des im Januar verstorbenen Motorradseelsorgers Wolfgang Maltzahn und wurde vom neuen ehrenamtlichen Bikerpfarrer Reinhard Natt abgehalten. 

Gemeinsam mit seiner Frau, Prälatin Marita Natt, war der Motorradseelsorger auf seinem Tourenmotorrad von Kassel nach Leimsfeld gefahren. Er sei erst mit 52 Jahren zum Motorradfahren gekommen, aber jetzt mit Leidenschaft dabei, betonte Natt: „Aus Sicht eines Pfarrer ist das zielgruppenorientiertes Arbeiten. Man kommt mit Menschen in Kontakt, die sonst in Distanz zur Kirche stehen.“

Rubriklistenbild: © Foto: Haaß

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