Affen und Kängurus am Silbersee

Frielendorf: Investoren äußern sich zum Planungsstand des Tiererlebnisparks

Das Foto zeigt Katta im Affenwald Straußberg.
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Im Jahr 2023 soll es am Silbersee soweit sein: Wann genau, das hänge laut Investoren jetzt von naturschutzrechtlichen sowie tierschutzrechtlichen Prüfungen und schließlich der Bebauungsplansatzung der Gemeinde Frielendorf ab. Das

In einer Stellungnahme informiert die Investorenfamilie über den geplanten Affenpark am Silbersee bei Frielendorf. Das Vorhaben wird konkreter.

Frielendorf. Die Investorenfamilie Görge, die in Frielendorf am Silbersee einen Affenpark errichten will, ist sicher, dass mit dem Affenpark die Silbersee Erlebniswelt eine neue Attraktion bekomme, die zu einer Aufwertung und zu einem besseren ökologischen Bewusstsein führe. Nach unserer Berichterstattung in der Samstagsausgabe meldeten sich die Betreiber gestern morgen zu Wort.

Betreiberfamilie

Für den Betrieb von Affenparks hat die Familie Görge die Alma-Gesellschaft gegründet. Tobias Görge ist selbst Steuerberater und Wirtschaftsprüfer, genau wie sein Vater Alfred und sein Bruder Andreas Görge. Das Marburger Unternehmen Alma betriebt bereits seit etwa drei Jahrzehnten zwei Affenwald-Projekte in Thüringen (Straußberg) und Mecklenburg-Vorpommern (Malchow).

Dort sei nicht nur das Interesse der Besucher ungebrochen, sondern es könne auch ein Beitrag zur Bewahrung der Artenvielfalt geleistet werden, teilt Andreas Görge mit.

Das Vorhaben

Das Familienunternehmen bestätigt die von der HNA genannten Details: Mit dem Affenwald Frielendorf entsteht auf einer Fläche von etwa 5 Hektar Lebensraum für zwei Affenarten: Berberaffen und Kattas. Sie sollen hier zusammen mit anderen Tierarten wie Erdmännchen und möglicherweise Kängurus leben. Kennzeichnend für den Affenwald sei, dass sich die Tiere in einem weitgehend naturbelassenen Areal frei bewegen können und die begrenzte Größe des Geheges nicht als unnatürlich oder beengt empfinden würden.

Die Berberaffen hätten besonders viel Platz. Ihr Gehege wird mit circa 3,5 Hektar geplant. In einem kleineren Gehege von etwa 1,5 Hektar leben den Planungen zufolge zukünftig Erdmännchen, Kängurus und ein einzelner Familienverband Kattas, bestehend aus lediglich zehn Tieren, gemeinsam. Die Gestaltung des Affenwaldes lässt aus Sicht der Investoren die Natur im genutzten Areal - bis auf anzulegende Wege und eine Umzäunung - im Wesentlichen so, wie sie ist. Die Affen-Familien können dort in naturnaher Umgebung und größtmöglicher Freiheit beobachtet werden. Obwohl die Besucher durch den Affenwald schlendern können, wird die Anlage kein Streichelzoo.

Das heißt, direkte Kontakte zu den Tieren sollen - genauso wie das Füttern - unterbleiben, betonen die Betreiber.

Aktueller Stand

Das Projekt wird nach Angaben der Familie Görge begleitet von dem Zoologen Dr. Dieter Minnemann (Zoodirektor a.D. und wissenschaftlicher Berater) und ist derzeit in einer Phase, in der die genehmigungsrechtlichen Gutachten, beziehungsweise Planungen erstellt werden.

Nach dem Aufstellungs- und Offenlage-Beschluss der Gemeinde Frielendorf für den Bebauungsplan seien die Vorbereitungen jetzt also in der Konkretisierung, so die Unternehmerfamilie. (Sylke Grede)

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