Vandalismus in Frielendorf: Mindestens vier Laternen beschädigt – massive Gewalt

Angriff auf Insektenhotel

Sichtlich fassungslos: von links Bürgermeister Thorsten Vaupel und Ortsvorsteher Hans Hedderich, vor dem erneut zerstörten Insektenhotel in Frielendorf. Foto: Haaß

Frielendorf. Angesicht der sinnlosen Zerstörung kann Frielendorfs Ortsvorsteher Hans Hedderich nur den Kopf schütteln.

Am späten Mittwochabend haben Vandalen bereits zum dritten Mal mit roher Gewalt das große Insektenhotel am idyllisch gelegenen Fußweg zum Ferienwohnpark Silbersee zerstört.

„Glücklicherweise ist das Fundament aus Beton, sonst hätten sie es auch noch umgeworfen“, ist sich Hedderich sicher. Der Schaden ist aber auch so groß genug. Die als Schutz gegen die Witterung angebrachte Dachpappe wurde heruntergerissen und auf dem Boden liegen Holzstücke, Tannenzapfen sowie Schilfrohre verstreut.

Erst vor drei Wochen zerstört

Um an das Innenleben des Insektenhotels heranzukommen, mussten die Täter ein schützendes Drahtgeflecht zerreißen. „Dabei haben da sogar schon Tiere drin gelebt“, sagt der Ortsvorsteher fassungslos. Besonders ärgerlich: Erst vor drei Wochen wurde das kleine Tierparadies beschädigt und war noch nicht vollständig repariert. Es sei auf alle Fälle eine Frechheit, findet Anlieger Wolfgang Nowak: „Was haben die denn davon?“

Die Täter begnügten sich aber nicht nur mir der Zerstörung des Insektenhotels, sondern zerschlugen an mindestens vier Straßenlaternen des Fußwegs die in mehreren Metern Höhe angebrachten Lampen und schmissen einen Mülleimer auf ein angrenzendes Feld. Zerbeulte Metalldeckel, beschädigte Elektrik und Glassplitter deuten auf massive Gewalteinwirkung hin, sagt Frielendorfs Bürgermeister Thorsten Vaupel: „Die Täter haben wohl einen Baseballschläger oder ein Kantholz benutzt.“

Schaden über 1800 Euro

Die Tat ereignete sich laut Vaupel wohl zwischen 22 und 23 Uhr. In diesem Zeitraum hätten aufmerksame Anwohner verdächtige Geräusche gehört und umgehend die Polizei verständigt. An den Straßenlaternen entstand ein Schaden von rund 1800 Euro. Zur Schadenhöhe des in unzähligen Stunden ehrenamtlich gebauten Insektenhotels konnte die Gemeinde noch keine Angaben machen. Man werde solch ein schäbiges Verhalten nicht tolerieren, stellt Bürgermeister Vaupel entschlossen fest.

Von Matthias Haaß

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