22 Geräteträger trainierten in Frielendorf

Atemschutztraining für den Ernstfall: Im Notfall immer einsatzbereit

Proben für den Ernstfall: Atemschutzgeräteträger aus Frielendorf und Homberg nahmen kürzlich an einem Training in Schwarzenborn teil. Foto: Feuerwehr Frielendorf/nh

Frielendorf/Schwarzenborn. Unter realistischen Bedingungen konnten kürzlich 22 Atemschutzgeräteträger aus Frielendorf sowie zwei Feuerwehrleute aus Homberg den Ernstfall trainieren.

Auch in diesem Jahr hatten die Brandschützer der Ohetalgemeinde die Möglichkeit, zwei Übungshäuser auf dem Standortübungsplatz des Jägerbataillons 1 in Schwarzenborn zu nutzen.

Die massiven Gebäude seien zum Üben einfach ideal, sagte Pressesprecher Matthias Haaß und bedankte sich bei der Bundeswehr für die Zusammenarbeit. Man habe als Feuerwehr zwar einen hohen logistischen Aufwand, aber es lohne sich, betonte der Pressesprecher: „Die Häuser entsprechen in den Ausmaßen normalen Wohngebäuden und durch die massive Betonbauweise kann nichts kaputtgehen. Da kann auch mal eine Axt über den Boden schleifen oder ein Schlauch platzen.“ Aufgeteilt in eine Vormittags- und Nachmittagsgruppe kämpften sich jeweils zwölf Feuerwehrleute in voller Ausrüstung truppweise durch drei anspruchsvolle Szenarien. Unter anderem galt es nach einem Atemschutznotfall einen Feuerwehrangehörigen mittels Bergetuch, Bandschlinge und dem Spineboard aus einem Keller ins Freie zur retten. Auch der richtige Einsatz des Lüfters und Grundlagen standen auf dem Ausbildungsprogramm. Im Rahmen einer Station mussten sich die Atemschutzgeräteträger aus einer verhedderten Feuerwehrleine befreien und auf eine von den Ausbildern nach Ansage zugedrehte Atemluftflasche angemessen reagieren.

Anspruchsvolle Szenarien: Mit dem Training sollen die Atemschutzgeräteträger sensibilisiert werden.  Foto: Feuerwehr Frielendorf/nh

Man wolle mit solchen Einlagen die Geräteträger für besondere Situationen sensibilisieren, erklärte Haaß: „Im Brandrauch kann man sich nicht einfach die Maske vom Kopf reißen, sondern muss versuchen, ruhig zu bleiben.“

Das Seminar sei auch in diesem Jahr wieder kurzweilig und lehrreich gewesen, so der einhellige Tenor der Feuerwehrleute. Der Leiter der Arbeitsgemeinschaft Atemschutz, Christian Nill, zeigte sich durchweg zufrieden mit dem Verlauf. Die Entscheidung, das Seminar auf drei Stunden zu komprimieren, habe sich als richtig erwiesen, freute sich Nill angesichts der positiven Resonanz der Teilnehmer und fügte an: „Die Ausbildung war sehr fordernd, der Schweiß floss reichlich, aber es konnte auch wieder viel Neues erlernt und Bekanntes gefestigt werden.“

Frielendorfs Bürgermeister Thorsten Vaupel, selber aktiver Atemschutzgeräteträger, bedankte sich bei allen Teilnehmern und der Arbeitsgemeinschaft Atemschutz für den ehrenamtlichen Einsatz: „Eine regelmäßige Aus- und Weiterbildung ist für unsere Atemschutzgeräteträger lebenswichtig. Mit dem jährlichen Seminar der AG Atemschutz wird die Handlungssicherheit unter nahezu realistischen Einsatzbedingungen gefestigt.“ 

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