Bürgermeisterwahl in Frielendorf: Thorsten Vaupel (SPD) ist einziger Kandidat

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Stemmen viele Dinge im Wahlkampf gemeinsam: Frielendorfs Bürgermeisterkandidat Thorsten Vaupel (SPD) mit seiner Frau Isabelle Vaupel.

Todenhausen. Er ist der einzige Bürgermeisterkandidat in Frielendorf: Thorsten Vaupel (SPD). Sein Ziel: Ins Rathaus will er nicht nur frische Farbe bringen.

Sie heißen beide Vaupel. Klar, an sich ist das nicht ungewöhnlich für ein Ehepaar. In diesem Fall trugen beiden den selben Namen allerdings auch schon vor der Hochzeit. Isabelle Vaupel aus Verna hat Thorsten Vaupel aus Todenhausen geheiratet. Dort wohnen die beiden im schmucken Einfamilienhaus am Sendberg. Der 45-Jährige will nun Bürgermeister in Frielendorf werden, seine größte Unterstützerin ist dabei seine Frau.

Derzeit sind beide auf Wahlkampftour. Plakate kleben, Flyer verteilen. Die Familie ist ein starkes Team, ist das Ehepaar überzeugt. Team ist nicht nur das passende Stichwort für die beiden Vaupels, zu denen auch die Amelie (5) und Jolina (13) gehören.

Nicht nur neue Gestaltung

Spontan fällt dem SPD-Bürgermeisterkandidaten, der bei der Wahl am Sonntag, 6. März, als einziger Kandidat ins Rennen geht, dazu auch die Gemeindeverwaltung ein. Sollte er als Chef ins Rathaus einziehen, will er so etwas wie frischen Wind mitbringen. Das bedeutet für ihn nicht nur neue Farbe im Bürgermeisterzimmer, in dem seit den 80er-Jahren noch der erste Teppichboden liegt. Sparen wird in der Schutzschirmgemeinde weiterhin groß geschrieben werden, dennoch soll sich mit „Bordmitteln“ einiges verändern. Und damit meint der 45-Jährige nicht nur die Gestaltung des Chefzimmers, sondern auch den Auftritt der gesamten Rathausmannschaft. Das Einführen einer Bürgermeister-Sprechstunde einmal im Monat an einem Samstag erscheint ihm genauso selbstverständlich wie die Anpassung der Rathaus-Öffnungszeiten an die Bedürfnisse der Frielendorfer.

Auch denkt Vaupel an eine Veränderung der Aufgabenzuschnitte, er als Bürgermeister würde einen Verwaltungsbereich übernehmen. Und da sieht er sich als ausgewiesenen Experten. Als diplomierter Verwaltungswirt blickt er auf 26 Jahre Erfahrung in einer Behörde zurück, als leitender Personalreferent war er teilweise für bis zu 1000 Mitarbeiter zuständig.

Seine Vereinsämter wie den Vorsitz des Frielendorfer Sportvereins wird er als Bürgermeister wohl niederlegen müssen, ist er sich sicher. Das bedauert er einerseits, andererseits kann er viele Hobbys mit in den Beruf nehmen. Vieles, was bisher ehrenamtlich nebenbei lief, könnte künftig in den Alltag mit eingebunden sein.

Das betrifft auch sein neuestes Hobby, die Feuerwehr. Denn seitdem er im Seniorenfußball nicht mehr der Schnellste ist, ist er aktiver Brandschützer. Im Grundausbildungslehrgang kürzlich sei er der Älteste gewesen, und im vergangenen Jahr habe er die Atemschutzgeräteträgerausbildung gemacht. Bei der Todenhäuser Feuerwehr war er im vergangenen Jahr mit 388 Stunden der Fleißigste, freut er sich. „Die persönliche Schutzausrüstung werde ich künftig immer im Auto haben“, sagt er.

Der Ausgleich zum Bürgermeisterjob? Den will er weiterhin in der Familie finden, auch wenn sich die Zeit miteinander verschieben wird. Entspannung bedeutet für ihn auch das Zeitung lesen und der regelmäßige Saunagang, entweder im Wellnessparadies am Silbersee oder in der eigenen im Haus.

Zur Person:

Thorsten Vaupel wurde 1970 in Ziegenhain geboren. Er ist verheiratet und hat zwei Töchter. Sein Abitur machte er an der THS in Homberg. Nach dem Grundwehrdienst in Schwarzenborn absolvierte er eine Ausbildung zum Diplomverwaltungswirt. Er arbeitet bei der Landwirtschaftlichen Sozialversicherung in Kassel. Seine Eltern bauten in Todenhausen das erste Haus am Sendberg, 1998 baute er in unmittelbarer Nachbarschaft sein eigenes Haus. Mit seiner Frau Isabelle ist er seit 2009 verheiratet. Seit der aktuellen Legislaturperiode ist er kommunalpolitisch als Beigeordneter im Gemeindevorstand aktiv.

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