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Obergrenzebach: Astrid Riebeling schwört auf alte Hühnerrassen

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In Obergrenzebach hält Astrid Riebeling unter anderem Vorwerkhühner.
In Obergrenzebach hält Astrid Riebeling unter anderem Vorwerkhühner. © Regina Ziegler-Dörhöfer

Eier mit grüner, brauner oder schokobrauner Schale holt Astrid Riebeling aus den Nestern ihrer Hühner. Die 53-jährige Obergrenzebacherin liebt ihr Federvieh und freut sich täglich auf den Besuch ihrer Hennen.

Obergrenzebach. Astrid Riebeling ist die Liebe zum Tier in die Wiege gelegt, wuchs sie doch auf einem Bauernhof auf. 2015 kaufte sich Riebeling dann die ersten eigenen Hühner und war von der Tieren derart fasziniert, dass sie verschiedenste Rassen in ihrem Hühnerhaus einziehen ließ. Gerade die selten gewordenen Vorwerkhühner haben es Riebeling angetan.

Mit ihrem braunen Federkleid und schwarzem Schopf machen sie gleich einen edlen Eindruck. Im Zweiten Weltkrieg war die Rasse schon fast ganz ausgestorben, soll es doch nur noch zwei verbliebene Zuchtlinien gegeben haben.

Die seltene Hühnerrasse ist besonders winterhart, zutraulich und gutmütig und galt damit als ideales Huhn für den kleinen Haushalt. Mit der Leistung moderner Legehennen können die edlen Vorwerkhühner nicht mithalten, doch immerhin schenke eine Henne ihrem Besitzer an jedem dritten Tag ein Ei.

Hühner sind besser als die Biotonne

„Viel Grünes, Küchenabfälle und Insekten lieben die Hühner besonders“, weiß Riebeling, die somit kein übrig gebliebenes Salatblatt der Biotonne spendiert, sondern alles ihren Hühnern gönnt. Ihre zwölf Hennen, darunter auch Blau- und Goldsperber, Königsberger, Grünleger und Marans, werden stets von einem Hahn bewacht, wenngleich der auch nicht immer jeden Habichtangriff abwehren kann. Gern suchen die glücklichen Eierleger im Gehege Schutz im Dickicht von Tannen und gönnen sich auch mal einen Mittagsschlaf auf einem Ast im Baum. Am Abend aber müssen alle zurück ins Hühnerhaus, da sonst der Fuchs ein leichtes Spiel hätte.

„Ich habe eine automatische Hühnerklappe. Morgens öffnet die Tür ganz automatisch“, so Riebeling, die sich auch nach vielen Jahren der Hühnerhaltung noch täglich über das glückliche Glucksen der Hühner freuen kann.

Einige Male schon brüteten Glucken einige Küken aus und für Astrid Riebeling gibt es beim Hühnerhobby nichts Schöneres als einer Henne beim ersten Ausgang mit ihren Küken zuzuschauen.

Familie profitiert von der Hühnerhaltung

Das Gehege hat Riebeling in verschiedene Zonen unterteilt, sodass sie ihren Schützlingen auch immer frisches Grün zuteilen kann. In den Wintermonaten sinke die Legeleistung zwar enorm ab, verzichtet Riebeling doch auch auf eine elektrische Beleuchtung oder Legemehl, doch man komme auch mal mit weniger Eier zurecht.

Die Hühnerhaltung mache natürlich auch Arbeit und hin und wieder müsse auch ein Tier mal zum Tierarzt, doch auf die eigenen Eier möchte die Familie deshalb keineswegs mehr verzichten. Ab und an liefen auch schon mal Fleischhähnchen mit, denn auch das eigene Hähnchen sei ein besonderer Leckerbissen. „Ich bin einfach glücklich mit meinen Hühnern“, so Riebeling. (Regina Ziegler-Dörhöfer)

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