Pandemiebekämpfung: Neue Angebote werden auf Anhieb sehr gut angenommen

DRK-Ortsvereine testen in Frielendorf und Oberaula ehrenamtlich

DRK-Testzentrum im Vorraum der Oberaulaer Mehrzweckhalle: Heidrun Buchberger nimmt die Probe von Marlies Driebe.
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DRK-Testzentrum im Vorraum der Oberaulaer Mehrzweckhalle: Heidrun Buchberger nimmt die Probe von Marlies Driebe.

Es entstehen immer mehr Schnelltestzentren. In Frielendorf und Oberaula gibt es nun auch neue Corona-Schnelltestzentren. Die DRK-Ortsvereine testen dort ehrenamtlich.

Frielendorf/Oberaula – „Meine Enkelin liegt in der Klinik. Ich möchte Gewissheit haben, dass ich sie nicht durch Corona gefährde, wenn sie nach Hause kommt“, sagt Gudrun Rommeis, die sich am Samstag als eine der ersten im neuen Corona-Schnelltestzentrum in den Räumlichkeiten des Seniorenbüros in Frielendorf testen ließ.

Bürgermeister Thorsten Vaupel hatte Kontakt zur DRK-Ortsgruppe aufgenommen, um auch in Frielendorf ein Testangebot zu schaffen. „Inzwischen bietet zwar auch der Pflegedienst Geisel unter der Woche Testmöglichkeiten an, doch gut, dass wir mit dem DRK-Ortsverein dieses Angebot nun am Wochenende noch ergänzen“, sagt Vaupel.

Nur wenige Stunden nachdem der Anmeldebutton auf der Homepage www.frielendorf.de freigeschaltet worden war, waren die ersten 60 Testtermine auch schon vergeben. „Bei mir steht seit Tagen das Telefon nicht still“, sagt der Erste Vorsitzende des DRK-Ortsvereins Heiko Fröde, der nicht nur Fragen zur Corona-Testung an sich beanwortet, sondern sich auch über viele Hilfsangebote freuen kann.

Sieben DRK-Mitglieder hatten sich für das neue Corona-Schnelltestzentrum ärztlich schulen lassen, um die Abstrichtechnik an sich und aber auch das korrekte Hygienemanagement zu erlernen. „Gerade das korrekte An- und Ablegen von Schutzkleidung ist wichtig“, sagt Vaupel, der sich auch ausbilden ließ.

Am Samstag aber standen Vaupel und Fröde nicht selbst am Teststand, sondern kümmerten sich um den organisatorischen Ablauf. „Es läuft gut. Der erste Testlauf funktioniert“, zogen die beiden ein erstes Fazit, die somit davon ausgehen, dass am kommenden Samstag in der zweiten Runde noch mehr Bürgern ein Testangebot unterbreitet werden kann. „Wir werden die Testzahl aufstocken“, sagte Fröde.

Sein ehrenamtlich arbeitendes Team hatte auch schon im Impfzentrum in Fritzlar mit 600 Stunden Dienst getan und war somit schon mit vielen Coronaregeln vertraut. „Jetzt werden wir Ehrenamtlichen im Impfzentrum immer seltener benötigt. Da bleibt Zeit für das Testen vor Ort“, so Fröde, der zudem für den 27. April noch einen Blutspendetermin unter Coronabedingungen zu organisieren hat.

DRK und Gemeinde arbeiten zusammen: Von links Heiko Fröde, Gudrun Rommeis und Thorsten Vaupel.

„Das Schnelltestzentrum ist eine Kooperation von Gemeinde und DRK. Gut, dass sich die Gemeinde um die Räumlichkeiten und die bürokratische Abrechnung mit der Kassenärztlichen Vereinigung kümmert“, erklärte Fröde. Am ersten Testsamstag kamen Menschen aller Altersklassen und sogar Kinder mit ihren Eltern zur neuen Teststelle. „Für Kinder ist der Test aber nur eingeschränkt zu empfehlen, da wir einen tiefen Nasen-Rachenabstrich nehmen“, so Vaupel. Nachdem die zu Testenden die Einbahnstraße durch das Testcenter durchlaufen hatten, warteten sie im Freien auf ihr Testzertifikat. Zu Staus und Gedränge kam es nicht.

Auch in Oberaula funktionierte das erste DRK-Testangebot am Freitag bereits vorbildlich. Ohne Voranmeldung konnte man sich im Vorraum der Mehrzweckhalle testen lassen. „Als ich mich persönlich vor Ostern in Neukirchen testen lassen wollte, habe ich keinen Termin mehr bekommen und auch die Hausärzte waren überlastet. Da kam die Idee auf, selbst ein Angebot ins Leben zu rufen“, sagt Marlies Driebe, Kassenwartin der DRK-Ortsgruppe.

In Oberaula verbreitete sich das neue Testangebot hauptsächlich über die sozialen Netzwerke, sodass knapp 70 Testsuchende den Weg zur Mehrzweckhalle gefunden hatten.

Das DRK-Team hatte sich über den Rotkreuzverband Fulda schulen lassen und an einem Übungsabend erste Testversuche an sich selbst erprobt. „Die Resonanz am ersten Testtag war hervorragend und alles hat sehr professionell funktioniert“, freute sich Driebe. Die Einnahmen, die der Ortsverein durch das Testangebot erhält, möchte der Ortsverein zur Renovierung seiner Räumlichkeiten in der Alten Molkerei nutzen. „Wenn wir renoviert haben, dann haben wir auch einen eigenen Schulungsraum“, so die Schatzmeisterin.

In Oberaula öffnet das Testzentrum jetzt immer freitags zwischen 16 und 19 Uhr. In Frielendorf kann man sich nach Voranmeldung samstags zwischen 11 und 14 Uhr auf Corona testen lassen (termine-frielendorf.de). Bei Bedarf soll das Angebot erweitert werden. (Regina Ziegler-Dörhöfer)

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