Beim Tanz hat es gefunkt

Ehepaar Kappler aus Frielendorf feiert Diamantene Hochzeit

Immer noch frisch und lebendig: Hermine und Harry Kappler aus Frielendorf in ihrem Garten in Frielendorf.
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Immer noch frisch und lebendig: Hermine und Harry Kappler aus Frielendorf in ihrem Garten in Frielendorf.

Sie ist vergleichbar mit einem langen ruhigen Fluss: Die Ehe von Hermine und Harry Kappler aus Frielendorf. „Wir haben uns auf Anhieb gut verstanden und das eigentlich immer“, sagt das Paar, das am 20. Mai seinen 60. Hochzeitstag begeht und damit die Diamantene Hochzeit feiert.

Frielendorf – Harmonie bestimmte demnach die vergangenen 60 Jahre des Paares. Sie schätzt seine Fürsorge, er ihre Aufmerksamkeit. „Wir sind immer füreinander da“, sagen beide, die auch heute noch recht rüstig erscheinen, fast wie aus einem Mund.

Kennen lernten sie sich bei einem Sommernachtsfest in einer Gaststätte zwischen Großropperhausen und Frielendorf 1958. Er war damals 18, sie 15 Jahre jung. Aus dem ersten Tanz wurde bald die große Liebe, die ein Leben lang halten sollte.

Tango und Walzer tanzten beide besonders gern und besuchten viele Tanzabende in der Region. Meist holte Harry seine Hermine mit dem Moped ab, auf der sie elegant im Schrägsitz mitfuhr. Auch später war das Tanzen eines ihrer liebsten gemeinsamen Hobbys.

Nach der Lehre der jungen Frau heirateten sie im Mai 1961. Dass die beiden für immer zusammen bleiben wollten, war von vorneherein klar gewesen. Drei Kinder bekam das Paar. Hermine Kappler blieb zu Hause und kümmerte sich um den Nachwuchs, das Haus und den Garten.

Hochzeit im Mai 1961: Hermine und Harry Kappler nach der Trauung.

Harry hatte Maurer gelernt und arbeitete später im Bergbau in Stolzenbach in drei Schichten. Die Arbeit unter Tage hat ihm immer gut gefallen. Er war bei der Grubenabwehr und als einer der ersten Helfer vor Ort bei dem Grubenunglück am 1. Juni 1988. Das sei einer der schlimmsten Einschnitte seines Lebens gewesen, sagt er. Zum Glück hätte er an diesem Tag erst Mittagsschicht gehabt und war zum Zeitpunkt des Unglücks selbst noch nicht eingefahren. Aber er musste viele seiner Arbeitskollegen bergen. Drei Jahre danach ging er in Frührente. Neben der Vertreibung Hermines aus Südmähren seien dieses schlimme Zeiten gewesen. Doch die Guten überwogen bei Weitem, sagt das Paar.

Noch heute erfreuen sich der 82-Jährige und die 77-Jährige guter Gesundheit. Dabei sind sie bescheiden. Harry hat lange Zeit Fußball gespielt und Hermines Hobbys waren Handarbeit und Garten. Am liebsten sind die beiden daheim in ihrem Haus in Frielendorf mit der Familie, den Enkeln und Urenkeln, mit denen sie die Diamantene Hochzeit auch im kleinen Kreis feiern wollen. (Christine Thiery)

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