Einsatz für Impfstoff

Frielendorf: Stromausfall legt Kühlung lahm – Feuerwehr greift ein

Feuerwehrautos in Frielendorf
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Nach einen Stromausfall musste die Feuerwehr Frielendorf zu einer Arztrpaxis ausrücken. Dort drohte die Kühlung für Corona-Impfstoff auszufallen.

Nach einen Stromausfall musste die Feuerwehr Frielendorf zu einer Arztrpaxis ausrücken. Dort drohte die Kühlung für Corona-Impfstoff auszufallen.

Frielendorf. Zu einem ungewöhnlichen Einsatz musste am Dienstagabend die Feuerwehr Frielendorf ausrücken. Die Leistelle des Schwalm-Eder-Kreises habe die Brandschützer mit dem Stichwort „H1 Technische Hilfeleistung – Ausfall Kühlung Impfstoff“ zu einer Arztpraxis im Kernort alarmiert, berichtet ein Feuerwehrsprecher.

Grund für den Ausfall der Kühlung war kein technisches Problem in der Hausarztpraxis, sondern ein allgemeiner Stromausfall. Wie eine Sprecherin der EAM auf Anfrage der HNA mitteilte, kam es in Folge eines technischen Defekts an einem 20-kV-Mittelspannungskabel zu einer Unterbrechung der Stromversorgung in Teilen von Frielendorf und Schwarzenborn. Ab 18.14 Uhr waren demnach rund 3650 Einwohner ohne Strom, so der Stromversorger. Knapp 20 Minuten später besetzten die Feuerwehren betroffener Orte die Feuerwehrhäuser, um im Ernstfall schnell als Ansprechpartner zur Verfügung zu stehen. Dies sei bei einem Stromausfall die normale Vorgehensweise, so der Frielendorfer Feuerwehrsprecher: „Spätestens nach 30 Minuten sollen die Einsatzkräfte in den Feuerwehrhäusern sein.“

Notstromaggregat im Impfzentrum

In der Gemeinde Frielendorf war das am Dienstagabend im Kernort, in Lenderscheid und in Großropperhausen der Fall. Priorität hatte für die Brandschützer aber die Kühlung des Corona-Impfstoffs in den stromlosen Kühlschränken des Hausarztes. Nach Rücksprache mit dem Praxisteam habe man sich dazu entschlossen, die Stromversorger für die Impfstoff-Kühlung mittels des Feuerwehrstromerzeugers aus dem Einsatzleitwagen sicherzustellen, erklärt der Feuerwehrsprecher: „Noch während die dazu notwendigen Kabel verlegt wurden, kam der Strom aber zurück – Die Kühlung des Impfstoffs wurde nicht unterbrochen.“

Mitarbeiter des Netzbetreibers EAM Netz konnten die Störung durch umgehend eingeleitete Umschaltungen im Stromnetz beheben. Spätestens um 18.52 Uhr waren die betroffenen Einwohner von Frielendorf wieder mit Strom versorgt.

Im Impfzentrum in Fritzlar gibt es für solche Fälle übrigens ein entsprechend dimensioniertes Notstromaggregat des DRK sowie Bedienpersonal, so Kreispressesprecher Stephan Bürger: „Die Länge der Notstromversorgung ist nicht begrenzt, so lange wir Kraftstoff bekommen.“ (Matthias Haass)

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