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Aufbau des Windparks bei Linsingen

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Von: Sylke Grede

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Gigantisch: In den vergangenen Wochen wurden bei Linsingen die 75 Meter langen Windradflügel angeliefert.
Gigantisch: In den vergangenen Wochen wurden bei Linsingen die 75 Meter langen Windradflügel angeliefert. © iTerra

Der Aufbau der Windräder bei Linsingen geht planmäßig voran. Die Fundamente sind gegossen und die Einzelteile der gigantischen Windräder vor Ort. Inbetriebnahme ist ab Anfang Januar.

Linsingen – In der kommenden Woche werden große Kräne im Waldgebiet zwischen Linsingen und Michelsberg auf das Zusammensetzen der beiden Windkraftanlagen hinweisen. „Der Aufbau der Windenergieanlagen ist ab Anfang Dezember geplant und wird voraussichtlich nur einige Tage je Anlage in Anspruch nehmen“, erklärt Tim Kunze, Projektleiter des „Windparks Frielendorf Süd“ der Firma iTerra Energy. Der Probebetrieb und die darauf folgende Inbetriebnahme ist ab Anfang Januar geplant.

Seit 2016 gibt es Planungen, in diesem Waldgebiet zwischen Linsingen und Michelsberg Windräder zu errichten. Aufmerksame Beobachter werden festgestellt haben, dass die Umsetzung für den Aufbau zweier Windkraftanlagen in die Zielgerade biegt. Sichtbare Zeichen sind geschotterte Straßenverbreiterungen von der Abfahrt an der Bundessstraße bis hin zur Baustelle. Diese Flächen und die Baustraßen sollen laut Projektleiter nach Ablauf des Probetriebs zurückgebaut werden.

Projektleiter Tim Kunze vor einem der Schwertransporte.
Projektleiter Tim Kunze vor einem der Schwertransporte. © iTerra

Die Anlagen wurden im November 2020 vom Regierungspräsidium Kassel genehmigt. Da der Windpark Frielendorf Süd, wie in Hessen üblich, ein Waldstandort ist, wurden im Frühjahr 2022 die letzten Bäume im Baufeld gefällt. Mit den Tiefbauarbeiten wurde ab Mai 2022 begonnen, dazu zählt der Bau der Zuwegung und Kranstellfläche, sowie die Herstellung der Fundamente. Insgesamt wurden für den Bau der Fundamente 2000 Kubikmeter Beton und 200 Tonnen Stahl eingesetzt. Die Arbeiten an der Zuwegung und die Trocknung der Fundamente dauerte etwa bis Ende Oktober an, sodass ab November die Großkomponenten der Anlagen angeliefert werden konnten.

Fundamente: 2000 Kubikmeter Beton und 200 Tonnen Stahl wurden eingesetzt.
Fundamente: 2000 Kubikmeter Beton und 200 Tonnen Stahl wurden eingesetzt. © iTerra

So gab es den vergangenen beiden Wochen mehrere Schwertransporte, zum Beispiel wurden die Flügel für die beiden Windräder angeliefert. Diese Rotorblätter haben eine Länge von 75 Metern. Geliefert wurden auch das Maschinenhaus und die Turmteile, in diesem Fall fünf Stahlsegmente je Anlage, mit einer Länge von bis zu 33 Metern.

Aufgebaut werden in der kommenden Woche – wenn alles nach Plan läuft – Windenergieanlagen des dänischen Herstellers Vestas von Typ V150 mit einer Nennleistung von je 4,2 Megawatt, einem Rotordurchmesser von 150 Metern und einer Nabenhöhe von 166 Metern. Der Strom wird durch das etwa drei Kilometer entfernte „Umspannwerk Michelsberg“ in das Stromnetz eingespeist. Es wurde ebenfalls durch iTerra energy in diesem Jahr gebaut und ist seit dem 9. November in Betrieb.

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