Ziel sind moderne Wehren

Frielendorf erstellt Entwicklungsplan

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Neu Herausforderungen: Durch die Veränderungen des Klimas rechnen Frielendorfs Wehren mit mehr Einsätzen durch Extremwetter. Auf unserem Archivbild beseitigen die Brandschützer nach Sturm Eberhard einen Baum.

Die Feuerwehren in Frielendorf haben in den vergangenen Wochen und Monaten viel Zeit und Mühe investiert, um einen neuen Bedarfs- und Entwicklungsplan zu erstellen.

Alle zehn Jahre muss das Werk erneuert werden, sagte Bürgermeister Thorsten Vaupel. Und der Zeitpunkt war gekommen. Der Bedarf bei der Pflichtaufgabe der Gemeinden musste festgestellt und fortgeschrieben werden. Einstimmig hatten die Gemeindevertreter für das umfangreiche Werk votiert.

Aufgaben der Feuerwehr haben sich verändert

Immer wichtiger werde eine Personalprognose. Denn die Aufgaben der Feuerwehren hätten sich verändert, erklärte Vaupel. Die extremen Wetterereignisse wie Starkregen, Stürme oder die extreme Trockenheit der vergangenen Jahre stellten die Wehren vor neuen Herausforderungen. Das Personal müsse eigens dafür anders ausgebildet werden, etwa für den Umgang mit Wald- und Flächenbränden, die voraussichtlich zunehmen würden.

Tagsüber nicht genügend Einsatzkräfte erreichbar

Positiv sieht Vaupel die Entwicklung des Personals. Mit 275 sei die Zahl der Einsatzkräfte in den dreizehn Wehren höher als gefordert (182). Das sei allerdings nur auf dem Papier so, Sorge mache die Zahl der Einsatzkräfte tagsüber. Wegen der sich veränderten Arbeitszeiten wie Schichtdienst und der weiten Arbeitswege seien tagsüber nur 46 Einsatzkräfte für den Notfall erreichbar.

Mitgliederzahlen sind stabil

Der Ausbildungsstand der Feuerwehren werde zwar erfüllt, aber sei teilweise sehr unterschiedlich. Es fehlen in einigen Ortsteilen etwa Atemschutzgeräteträger oder Gerätewarte. Die Krux dabei, Förderungen für neue Fahrzeuge etwa werden nur dann fließen, wenn die Ausbildungsstandards erfüllt sind. Die Mitgliederzahlen seien seit 2016 stabil. Nun gelte es diese Zahlen langfristig zu halten, in dem man neue Mitglieder gewinne, so Vaupel.

Dafür will die Gemeinde neue Anreize geben. Wichtig sei auch die Stärkung des Zusammengehörigkeitsgefühls aller Frielendorfer Wehren.

Neue Fahrzeuge nach 25 Jahren Einsatz

Alle vorhandenen Fahrzeuge wurden aufgelistet. Viele davon seien in die Jahre gekommen. Spätestens nach 25 Jahren im Einsatz müssten die Fahrzeuge erneuert werden. Auf den Prüfstand kommen auch die Feuerwehrhäuser. Sie entsprächen zum großen Teil nicht den heutigen DIN Normen.

Es gebe zwar einen Bestandsschutz, aber wenn bauliche Mängel abgestellt werden müssen, dann greifen die neuen Anforderungen. Es soll eine Machbarkeitsstudie über alle nötigen Anbauten oder Neubauten erstellt werden, mit den nötigen Kosten.

Zeitgemäße Ausrüstung für die Jugendfeuerwehr

Viel Aufwand werde es bei der Ausstattung der Wehren geben. Ein guter Weg sei die inzwischen eingerichtete interkommunale Feuerwehrbekleidungkammer.

Für die Wetterereignisse wie Sturm oder Waldbrandgefahr brauche man eine andere Ausstattung und auch die Jugendfeuerwehr benötigt eine zeitgemäße Ausrüstung.

Darüber hinaus soll laut Bedarfsplan unter anderem je eine Defibrillator für jedes Fahrzeug beschafft werden, damit man im Notfall direkt vor Ort Erste Hilfe leisten könne. Vaupels Fazit: „ Wir sind gut aufgestellt, aber es kann immer noch besser sein.“

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