Ein Dutzend ungeklärte Brände in vier Jahren

Großropperhausen: Feuerteufel im Basaltwerk

Nach dem Brand im Stormarn-Basaltwerk: In Flammen stand eine Sitzgruppe in dem grauen Brecherhaus rechts im Bild. Die Holzwand neben dem Bagger (Pfeil) ist schwarz verkohlt. Foto: Quehl

Frielendorf. Nach dem Brand im Basaltwerk in Großropperhausen am Sonntag bestätigte Polizeisprecher Markus Brettschneider jetzt, dass eine Selbstentzündung etwa durch einen Defekt ausgeschlossen ist.

Das Gebäude wird derzeit umgebaut, die Elektrik ist abgeschaltet, Maschinen befinden sich derzeit nicht darin. Die Kripo verfolgt die Spur des oder der Brandstifter von Großropperhausen seit mehreren Monaten intensiv.

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Binnen vier Jahren hat es in Großropperhausen ein Dutzend ungeklärter Brände gegeben. In jüngster Zeit hat die Fallzahl stark zugenommen, seit Dezember 2014 musste die Feuerwehr sechsmal anrücken. Dabei entspricht die Brandstiftung in der Industrienanlage hoch über dem Dorf einem neuen Tatmuster. Bislang wurden die Brände im Ort an Schuppen oder auf leerstehenden Anwesen gelegt. Insgesamt sechsmal brannte es an der selben Stelle.

Reine Spekulation ist es, die Tat vom Sonntagabend mit einer großen Alarmübung bei den Stormarnwerken vor erst einer Woche in Verbindung zu bringen. Jedenfalls gingen der oder die Brandstifter nach Auffassung aller Beobachter diesmal besonders dreist zu Werke. Gegen 18.30 Uhr könnte das Feuer in dem unverschlossenen Gebäude gelegt worden sein, hinein gelangt man über eine hohe, gut einsehbare Brücke, in der Nähe befindet sich ein viel benutzter Feld- und Spazierweg.

So sieht das auch Werksleiter Peter Schmidt (Großropperhausen), der am Sonntagabend ebenfalls vor Ort war. Noch eine Stunde zuvor sei dort etwa ein Jagdpächter vorbei gegangen, dem nichts Verächtiges aufgefallen sei. Für die Einwohner des Dorfes bedeute die Serie eine zunehmend schwere Belastung.

Stellungnahmen oder Einschätzungen von Seiten von Feuerwehr oder Gemeindegremien waren gestern nicht zu erhalten, niemand möchte sich an Mutmaßungen beteiligen.

Der Schaden beläuft sich nach Schätzung der Polizei auf 3000 Euro bis 5000 Euro. Laut Werksleiter Schmidt muss das Gebäude zur Reparatur eingerüstet werden. Er lobt ausdrücklich die Feuerwehr, die wieder so schnell zur Stelle war.

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