Die beiden Kindertagesstätten in Obergrenzebach und Lenderscheid wurden überprüft

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Der Kindergarten Obergrenzebach muss energetisch saniert werden.

Auf Funktionalität, Mängel und Schwächen wurden die beiden Kindertagesstätten in Obergrenzebach und Lenderscheid überprüft. 

Architekt Christian Gerlach stellte seine Ergebnisse am Montagabend der Gemeindevertretersitzung im Dorfgemeinschaftshaus Spieskappel vor und führte an, welche Maßnahmen nötig wären, um die beiden Gebäude zukunftstauglich zu machen.

Dämmung des Anbaus nicht mehr zeitgemäß

Die Kita aus Obergrenzebach stammt aus dem Jahr 1974 und verfügt über einen jüngeren Anbau aus dem Jahr 1999. Die Grundrissgestaltung an sich sei zeitgemäß, doch eine Dämmung gäbe es nicht, die Sockelbereiche seien feucht, der Schallschutz wäre schadhaft wie auch Fenster, Bodenbeläge, Blitzschutz oder die elektrischen Anlagen an sich. Um all diese Probleme zu beseitigen und die Kita mit einer neuen Möblierung auszustatten, veranschlagte das Architekturbüro Kosten in Höhe von 890 000 Euro. Ein Abriss und Neubau der Kita käme ohne die Positionen der Baunebenkosten und der Möblierung auf 864 000 Euro.

Lenderscheid weist ähnliche Probleme auf

In Lenderscheid stammt das Gebäude gar aus dem Jahr 1954. Die Fassade ist ebenso nicht gedämmt, die Fenster haben zum Teil noch Einfachverglasung, die Böden haben Parkett oder Linoleum.

Die Einrichtung gliedert sich in ein Hauptgebäude und einen Anbau, wobei gerade der Anbau in seiner Funktionalität überhaupt nicht mehr zeitgemäß sei und sich eine Sanierung hier daher nicht lohne. So schlug der Fachmann die Sanierung des Hauptgebäudes und den Abriss des Anbaus vor. Für die energetische Sanierung des Hauptgebäudes rief Gerlach Kosten in Höhe von 790 000 Euro auf.

Neubau würde Plätze für U3-Betreuung schaffen

Ein Neubau könne mit mindestens 864 000 Euro veranschlagt werden, seien die Baupreise in den letzten Jahren doch enorm gestiegen. Ein neuer Anbau in L-Form könnte den alten ersetzen und zugleich Plätze für eine U3-Betreuung schaffen. Auch die Personalräume und Sanitäranlagen wären im neuen Anbau untergebracht.

Eine weitere Möglichkeit wäre ein zweiter Anbau auf der anderen Seite des Hauptgebäudes.

Die Gemeindevertreter haben nun Zeit, sich in den Fraktionen über die vorgestellten Maßnahmen und Vorschläge auszutauschen.

Von Regina Ziegler-Dörhöfer

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