Frielendorf: Kita kommt in die Schule

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Schule schafft Platz: Das Frielendorfer Parlament machte den Weg frei für den Umzug des Vernaer Kindergartens in die Ohetalschule. Durch An- und Umbauten soll das Angebot um eine Krippengruppe erweitert werden.

Frielendorf. Frielendorf bekommt eine neue Kindertagesstätte mit einer Krippengruppe. Geplant ist ein Um- und Anbau in Räumlichkeiten der Ohetalschule in Verna.

Dafür entschied sich die Mehrheit des Frielendorfer Parlaments. Zwei Mitglieder der FWG-Fraktion stimmten dagegen.

Ein überwiegend positives Echo fanden die Planungen, die Bürgermeister Thorsten Vaupel (SPD) den Gemeindevertretern vorstellte. Mit Blick auf mögliche Kritik an dem Standort im Ortsteil Verna forderte er auf, das Ortsteildenken sein zu lassen: „Ich sehe es als Kindergarten Frielendorf an, als Kindergarten der gesamten Gemeinde Frielendorf.“

Vieles spreche für das Angebot an der Ohetalschule, betonte auch Gerhard Pflug. Mit der Möglichkeit, Räume und die Reinigungskräfte gemeinsam zu nutzen, hob der SPD-Sprecher einige der Faktoren hervor, die sich an einem gemeinsamen Standort von Schule und Kindergarten ergänzen könnten. Zudem werde mit dem Vorhaben ein Zeichen für den Erhalt von Frielendorfs einziger weiterführenden Schule gesetzt.

Das unterstrich auch Dietrich Hahn. Einig war sich der CDU-Mann mit den anderen Fraktions-Sprechern darüber, dass dies eine „wirklich sinnvolle Investition für Frielendorf sei“. Es sei schön, eine Diskussion zu führen, bei der es nicht - wie in den vergangenen Jahren - darum gehe, „Geld in die Erde stecken zu müssen“.

Angesichts der steigenden Kinderzahlen in der Großgemeinde sieht auch Eckhard Schmid-Pfähler (FWG) ein erweitertes Angebot als wichtig an. Ein Umbau des bestehenden Kindergartens in Verna in der ehemaligen Schule wäre schön, aber nicht realisierbar, meinte er.

Den Bestand der beiden kommunalen Kindergärten in ihren Heimatorten Lenderscheid und Obergrenzebach hatten Walter-Willi Störmer und Doris Meckbach (beide FWG) bei ihrer Ablehnung des Projekts im Blick. Fakt sei, dass im Kindergarten Obergrenzebach eine Gruppe frei sei, sagte Störmer. Unverständnis zeigte Meckbach dafür, dass die Option, eine Krippengruppe in Obergrenzebach einzurichten, gar nicht erst in Erwägung gezogen wurde. „Warum macht eine Nutzung in Obergrenzebach keinen Sinn?“, fragte sie, dort sei alles vorhanden. Logisch erscheint ihr, dass in Obergrenzebach ein größerer Bedarf an Krippenplätzen nicht nachzuweisen sei: Diese Kinder stünden auf der Warteliste für die Krippengruppe im Kernort und belegten damit die dortige Nachfrage und nicht die reale Situation in Obergrenzebach. Sie kritisierte zudem die aus ihrer Perspektive wenig zentrale Lage in Verna.

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