Tischtennis-Hessenpokal

TTC Todenhausen sorgt für Furiose Überraschung

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Geschafft: Jonas Pfaff (l.) und Kai-Luca Panzer machten im abschließenden Doppel für Todenhausen alles klar.

Frielendorf. Der Traum geht weiter. Und hat die Jugendlichen des TTC Todenhausen erstmals in die Endrunde des Tischtennis-Hessenpokals katapultiert.

„Wir sind unter den besten acht Teams in Hessen“, jubelte Trainer Marc Hoffmann nach dem eindrucksvollen 4:0-Triumph im Achtelfinale gegen den TSV Nieder-Ramstadt II.

Ein Sieg des frischgebackenen Bezirksoberliga-Meisters im Sauseschritt, viel höher und schneller als erträumt gegen den klassenhöheren Verbandsligisten, bei dem sich die Gastgeber „in einen wahren Rausch spielten“ (Hoffmann). Das Schlüsselspiel war der hart umkämpfte 3:2-Erfolg von Kai-Luca Ponzer gegen den Spitzenspieler der Gäste, Maximilian Rusam. Gleich der erste Satzball der Todenhäuser Nummer zwei bei eigener 10:9-Führung im fünften Durchgang saß, womit der Angriffsspieler einen 1:2-Satzrückstand umgebogen hatte.

Dabei musste sich der 15-Jährige erst freispielen, kam zunächst mit dem Spin des Gegners nur schwer zurecht, leistete sich mit seiner Vorhand ungewohnt viele Fehler. „Dann habe ich mich mehr bewegt“, lautete sein Erfolgsgeheimnis. Dem folgte eine Kampfansage fürs Doppel: „Dass holen wir jetzt auch.“

Gesagt, getan. Mit einer 3:0-Führung im Rücken dank dem vorausgegangenen 3:0 (11:7, 11:3, 11:4) von Jona Henrich gegen Christoph Sonn sowie dem 3:1 von Valentin Best gegen Paul Deranek (11:5, 11:5, 6:11, 11:4) trumpften Kai Luka Panzer und Jonas Pfaff gegen Rusam/Deranek auf, ließen mit ihrem druckvollen Spiel nichts mehr anbrennen und sorgten nach ihrem 3:0 (11:7, 11:8, 11:5)-Erfolg für ausgelassenen Jubel der 50 Zuschauer in der Turnhalle der Palmbergschule.

„Diese Heimkulisse hat uns erneut beflügelt“, erklärte Todenhausens Nummer eins Jona Henrich, tags zuvor noch bei der ersten Mannschaft (9:0 gegen Gensungen) im Einsatz, den überraschenden Selbstläufer. Kein Vergleich mit dem 4:3-Krimi in der Runde zuvor gegen SV Eiche Offenbach, wo sich der 14-Jährige und seine Mannschaftskameraden das nötige Selbstvertrauen geholt hatten. Und den Appetit auf mehr: „Wir wollten es einfach schaffen.“ Dabei ließen Tabellenstand (3.) und die TSV-Einzelbilanzen der Rückrunde eigentlich eine noch schwerere Aufgabe erwarten.

Für die Endrunde am 5. Mai in Crumstadt nimmt Marc Hoffmann seinen Schützlingen schon mal den Druck: „Da sind wir krasser Außenseiter.“ Wohl wissend, dass sie in dieser Rolle zu großen Überraschungen fähig sind. Sogar in nur 65 Minuten.

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