Die Pfarrer Daniel Richebächer und Sabine Georges besuchten Gemeinden

Obergrenzebach: Gottes Segen kommt im Tourbus

Pfarrer Daniel Richebächer in Badebekleidung und Pfarrerin Sabine Georges in Schwälmer Tracht stehen vor einen Reisebus.
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Fernweh im Gepäck: Pfarrer Daniel Richebächer und Pfarrerin Sabine Georges in Badeshorts und Tracht.

Obergrenzebach – Mit Badeshorts, Flip Flops, Surfbrett und Sonnenbrille suchte Pfarrer Daniel Richebächer am Sonntagmorgen einen märchenhaften Traumstrand und das Meer. Auf dem Festplatz in Obergrenzebach fand er keinen Sandstrand, aber er traf immerhin auf ein märchenhaftes Rotkäppchen der Schwalm: Pfarrerin Sabine Georges.

Die beiden Seelsorger brachten am Sonntagmorgen in außergewöhnlicher Art und Weise den Reisesegen zu ihren Gemeindemitgliedern auf die Dörfer. Ursprünglich war für den Sonntag ein Familiengottesdienst mit Reisesegen-Erteilung geplant, doch in Corona-Zeiten finden auch die Gemeinden neue Alternativen. So charterten die Pfarrer kurzerhand Ragoß-Reisebus und reisten auf die sechs Dörfer ihres Kirchspiels Steinafurth.

Pünktlich um 9.15 Uhr fuhr der Bus an der ersten Station in Obergrenzebach ein, wo zahlreiche Gemeindemitgliedern auf die Ankunft der Pfarrer warteten. Pfarrerin Sabine Georges versprach ihrem Kollegen und allen Gemeindemitgliedern, dass der Geschmack von Weite und Freiheit, auch wenn man in diesem Jahr nicht so recht reisen kann, mit dem Reisesegen überspringt. „Die Segensworte sind Worte fürs Herz. Es macht das Herz frei und weit und ihr werdet die Welt mit neuen Augen sehen“, so die Pfarrerin.

Musik für die Gemeindemitglieder, die auf den Tanzplatz nach Obergrenzebach gekommen waren, gab es unter anderem von einer Abordnung des Posaunenchores Riebelsdorf.

Und so öffneten die Gemeindemitglieder die Arme, um den Segen Gottes zu empfangen. Auch die musikalische Begleitung des Reisegastspiels von einer kleinen Abordnung des Posaunenchors Riebelsdorfs und von Sängerin Lara-Marie Schmidt erreichte die Herzen der Gemeindemitglieder. Die Sehnsucht nach Meer weckten die Musiker mit „La Mer“ und Lara-Marie Schmidt ließ die Obergrenzebächer mit „A million dreams“ vom Fernweh träumen.

Nach der Station in Obergrenzebach reiste das Reisesegen-Team nach Seigertshausen, Rückershausen, Riebelsdorf, Steina und Trutzhain, um auch dort die Menschen mit ihrem Segen zu erreichen. „Die Corona-Zeit fordert uns alle sehr, doch mit viel Kreativität finden wir nun neue Formen, um die Menschen zu erreichen. So Manches werden wir auch nach Corona mit Sicherheit beibehalten“ , ist Pfarrerin Sabine Georges überzeugt. Zu den Freiluftgottesdiensten kämen in diesen Tagen beispielsweise Menschen, die sonst nicht in Gottesdiensten zu sehen waren. Nichtsdestotrotz sei gerade die Seelsorgearbeit bei den älteren Gemeindemitgliedern nach wie vor schwierig.

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