Täter fälschten Unterschrift auf einer Überweisung

Internetbetrug: Handys auf Kosten der Gemeinde Frielendorf bestellt

Frielendorf. Unbekannte fälschten auf Überweisung Unterschrift des Parlamentschefs.

Mehrere hochwertige Mobiltelefone wollten Unbekannte auf Kosten der Gemeinde Frielendorf bei einem Onlineversand in Wilhelmshaven ergaunern. Dazu fälschten die Täter die Unterschrift des Vorsitzenden der Gemeindevertretung, Rainer Ebert, auf einer Überweisung. Aufgeflogen ist der dreiste Betrugsversuch laut Bürgermeister Thorsten Vaupel durch die Aufmerksamkeit der Kreissparkasse. Mitarbeitern erschien der Vorgang merkwürdig. Sie fragten bei der Gemeinde nach.

Sichtlich schockiert zeigt sich der Parlamentschef. Er habe die Unterschrift auf dem Überweisungsträger gesehen, sagt Ebert: „Der Schriftzug ist derart ähnlich, er hätte von mir selbst sein können.“ Wie man an seine Unterschrift geraten ist, kann er sich nicht erklären.

Solche Internetbetrugsmaschen gebe es immer wieder, sagt Polizeisprecher Markus Brettschneider. Er erinnert an die Spendenaktion für die Opfer des Brandes in Zimmersrode. Damals hatten Diebe das Spendenkonto für Onlineeinkäufe genutzt. Insbesondere bei Menschen, die öffentliche Dokumente unterzeichnen – wie das bei einem Parlamentschef üblich ist – sei es einfach, deren Unterschrift zu fälschen, bei Privatleuten sei das eher schwierig, meint Brettschneider.

Bürgermeister Thorsten Vaupel ist froh, dass die „internen Kontrollmechanismen funktioniert haben“. Der Gemeinde wäre ein Schaden in Höhe von knapp 3000 Euro entstanden, vier hochwertige iPhones wollten die Täter erstehen. Das Unternehmen in Wilhelmshaven hatte erst nach Begleichen der Rechnung liefern wollen. Die Gemeinde hat Strafanzeige gestellt und hofft nun, dass über die Lieferadresse die Betrüger ermittelt werden. Das wiederum könnte unter Umständen schwierig werden, meint der Polizeisprecher. Wenn das Paket an eine Packstation versandt werden sollte, könnten die Täter unerkannt davon kommen.

Rubriklistenbild: © dpa

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