Zur Jagd an den Silbersee

Bogensport-Parcours auf Zechengelände: Zur Jagd an den Silbersee

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Arnold Fawier installierte einen Bogensport-Parcours am Silbersee in Frielendorf. Ziele der Bogenschützen sind Nachbildungen von Tieren wie Hasen, Krokodilen, Dachsen und Luchsen.

Bogenschießen und Querfeldein durch die Natur: Das lässt sich jetzt in Frielendorf am Silbersee verbinden.

Frielendorf. Über 5,5 Kilometer erstreckt sich in einem Waldgebiet auf dem ehemaligen Zechengelände ein Bogensportparcours. Betreiber der Anlage ist Arnold Fawier (64) aus Zimmersrode.

Die Zielscheiben 

4500 Euro und jede Menge Arbeit habe er investiert, sagt Fawier. Installiert hat er über die gesamte Strecke 28 sogenannte 3-D-Zielscheiben. Nur der aufmerksame Betrachter kann sie im dichten Unterholz erkennen: täuschend echte Attrappen aus gummiartigem Kunststoff. Weit weg von den Wegrändern verstecken sich die Nachbildungen von Damwild, Wildschweine, Hasen, Gänse, Bären und gar ein Krokodil.

Die Sportart 

Das 3-D-Bogenschießen wird der Jagd nachempfunden. Der Schütze muss durch Astgabeln hindurch, Hänge hinauf oder von Hochständen herab im Stehen, kniend oder sogar liegend versuchen, das Ziel zu treffen. Die Polizei bestätigt, dass ein Bogen nicht unter das Waffengesetz fällt, sondern Bogenschießen als Sport anzusehen ist. Das Feldbogenschießen, am Silbersee das 3-D-Bogenschießen, ist vom Bundesamt für Naturschutz sogar als Natursport deklariert worden. Bogenschießen, insbesondere im Gelände, sei ein ganzjähriger Allwettersport, der den Teilnehmern Entspannung und Freude bringe, ist Fawier überzeugt. Er sieht einen bundesweiten Trend für dieses Sportart. Es habe eine Trendverschieben in Richtung des tradtionellen Freizeitsports gegeben. Insbesondere in Österreich sei der Sport in einigen Regionen gut verbreitet. In Nordhessen gibt es laut Fawier zum Beispiel einen Feldbogenverein mit Parcours in Helsa, einen weiteren in Edertal.

Die Genehmigung 

Die Gemeinde Frielendorf als Eigentümer des Areals hat grünes Licht für die Konzeption gegeben. Laut Verwaltung wurden auch die Jagdpächter in die Planungen mit einbezogen. Bedenken seien durch Umplanungen aus dem Weg geräumt worden. Ausgeübt werde die Sport auschließlich von entsprechend Sachkundigen, heißt es aus der Gemeindeverwaltung.

Die Sicherheit 

Die Richtung, in die geschossen wird, sei nicht zugänglich, erläutert Fawier. Die Ziele seien immer nach hinten abgesichert, zum Beispiel durch natürliche Gegebenheiten wie Hänge und Böschungen. Außerdem sei der Parcours so angelegt, dass nie über Wege geschossen werde. Wege und Pfade dürfen auch nicht hinter den Zielen sein. Die Strecke zu den Zielen, die meist im Unterholz versteckt sind, sind durch Markierungen gekennzeichnet. Das gilt auch für Schussentfernung und Abschusspunkt. Schüler und Jugendliche dürfen den Parcours nur in Begleitung Erwachsener benutzen. Auch Ungeübten ist das nur in Belgleitung eines erfahrenen Bogenschützen gestattet.

Das Konzept 

Regelmäßig will Fawier - wie an diesem Wochenende - Turniere ausrichten. Erwartet werden dazu meist bis zu 100 Teilnehmer. Außerdem werden Kurse angeboten.
• An der Rezeption des Ferienwohnparks sind Tageskarten erhältlich.

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