Konzert im Festzelt

Leimsfelder Dorfmusikanten feierten 30. Geburtstag

+
Fröhliches Treffen zum runden Geburtstag: Svenja Hartwig, Laura Böse, Alexander Theys, Sebastian Schmidt, Dominik Schölling, Tizian Kromer, Verena Heyn und Damian Maus.

Leimsfeld. Vor 30 Jahren hatten die Musikanten ohne jegliche Notenkenntnisse angefangen. Beim Konzert vor dem neuen Dorfgemeinschaftshaus gab es Märsche und Kuschelpolka zu hören.

Traditionen sind etwas Eigenartiges. Sie sind eine Art gefrorene Zeit. Erst an den Jahrestagen merkt man, wieviel Zeit inzwischen tatsächlich verstrichen ist. 

Kann es wirklich sein, dass seit der Gründung der Leimsfelder Dorfmusikanten bereits 30 Jahre vergangen sind?

Niemand in der Runde will das glauben, als wir am Samstagabend darüber sprechen. Weder Werner Jasper, der Erste Vorsitzende, noch Andreas Fenner, der die musikalische Leitung immerhin schon seit 18 Jahren inne hat. 

Alles ist wie früher, nur besser sind die 26 Musiker geworden, das merkt man beim Aufspiel um 19 Uhr im Festzelt vor dem neuen Dorfgemeinschaftshaus auf dem Hof der Familie Theys in Leimsfeld.

Früher ging alles nach Gehör

Die Musikanten bringen als erstes ein Geburtstagsständchen zu Ehren eines Bandmitgliedes aus, aber dieses Ständchen könnte auch ihnen selbst gelten. Jeder Ton sitzt. Das glaubt man zumindest.

Werner Jasper hört dennoch zwei falsche Töne heraus. Schließlich hat man vor 30 Jahren ohne jegliche Notenkenntnisse angefangen, da muss man sich auf sein Gehör verlassen können. Erst Fritz Federlein hat der Urband das Notenlesen beigebracht, wie man sich schmunzelnd erinnert.

An der Klarinette: Lena Vidovic´ steht für den aktiven Nachwuchs der LDM, der Leimsfelder Dorfmusikanten.

Die sieben Damen und 19 Herren der heutigen Dorfmusikanten sind längst über dieses Stadium hinaus und musizieren gekonnt. Das Repertoire umfasst Polka und Märsche, Fenner will sich inhaltlich aber nicht zu sehr festlegen. Er baut gerne Anregungen aus dem Publikum oder aus der Band mit in den Spielplan ein.

Das gefällt dem Publikum sichtlich, das sich deswegen auch pünktlich zum Auftakt einfindet. „Die würden auch tanzen“, meint Daniel Schneider, der zusammen mit Anika Schreiber den Gesang übernimmt. 

Sie intonieren die Kuschelpolka und das ist, was die Leute hören wollen: „Liebling, bitte sag jetzt nicht nein. Wenn wir heute Abend kuscheln gehen, nur du und ich allein.“ Da gibt es Beifall von Menschen, die sich kennen und gerne hier treffen an diesem Ort mitten im Dorf, den man auch ohne Navi findet, an dem das Bier schmeckt und an dem die Luft nicht zu warm und nicht zu kalt ist an diesem letzten Sonnabend im Juli.

Dank Unterstützung finanziell stabil

Günther Schlung, der Vorsitzende der ersten Stunde, konnte aus gesundheitlichen Gründen leider nicht dabei sein. Man schickte ihm die besten Genesungswünsche.

Unterstützt wurden die Leimsfelder Dorfmusikanten von den Landfrauen, der Feuerwehr und der Burschenschaft, die die Nachtwache übernehmen. Dank der Sponsoren ist man finanziell im grünen Bereich. So werden Traditionen stabil gemacht. Die nächsten 30 Jahre können kommen.

Gestern wurde zünftig weiter gefeiert nach dem Gottesdienst im Festzelt, nachmittags spielten die Schwalmgranaten.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.