Musical der heilen Welt: Show in Gedenken an Peter Alexander

Gedenken an Peter Alexander: Peter Grimberg spielte Oberkellner Peter, Reba Williams Chefin Mariandl. Fotos: Haaß

Frielendorf. Eine Musicalaufführung am Nachmittag - was auf den ersten Blick zunächst ungewöhnlich aussah, erwies sich als wohldurchdachtes Konzept des Veranstalters und voller Erfolg.

Der Silbersee Stadl war bis auf den letzten Platz gefüllt, rund 250 Besucher wollten am Dienstag das Stück „Servus Peter - das „heile Welt“ Musical“ sehen.

Man habe sich bei der Terminwahl bewusst an den Bedürfnissen von Senioren als Zielgruppe orientiert und arbeite in diesem Zusammenhang schon länger eng mit Sozialverbänden zusammen, erklärte Jochen Weber vom Ferienwohnpark Silbersee und zeigte sich mit der Resonanz sehr zufrieden. In dieser Größenordnung habe man so etwas für ältere Menschen aber zum ersten Mal gemacht, so Weber weiter: „Das Musical ist der Höhepunkt des Jahres.“ Musicalfreunde aus ganz Nordhessen waren überwiegend in Bussen nach Frielendorf gekommen und genossen einen humorvollen Nachmittag mit Witz und viel Musik.

Dem sechsköpfigen Ensemble um Peter Grimberg gelang es, in der knapp zweistündigen Show das Publikum in die „heile Welt“ der 50er- und 60er-Jahre zu entführen. Bei Schlagerhits wie „Zur kleinen Kneipe“, „Im weißen Rössel am Wörtersee“ oder „Ich will keine Schokolade“ wurde einträchtig gesungen und geklatscht.

Angelehnt an den bekannten Film „Im weißen Rössel“, bot das Musical beste Unterhaltung. Die Geschichte ist schnell erzählt: Der von Peter Grimberg gespielte Oberkellner Peter war bis über beide Ohren in seine von Reba Williams gespielte Chefin Mariandl verliebt.

Nach humorvollen Irrungen und Wirrungen fanden beide am Ende zusammen und lagen sich in den Armen. Verblüffend die Ähnlichkeit von Peter Grimberg mit dem echten Peter Alexander - sowohl stimmlich, wie auch im Gestus kam der Österreicher dem Original sehr nahe.

Neben den Hauptfiguren begeisterten aber auch die Nebendarsteller: Egal ob Horst Freckmann als trinkfreudiger aber lebenserfahrener Kellner Heinz oder Kai Kramosta in seiner Rolle als selbstverliebtes Kölner Urgestein Sigismund, bei so manch zotigem Witz, blieb kein Auge trocken.

Von Matthias Haaß

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