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Neue Mobilfunkmasten in Frielendorf und Knüllwald sollen Funklöcher schließen

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Von: Maike Lorenz

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Die Digitalministerin steht gemeinsam mit Jens Nöll, dem EAM-Geschäftsführer und Winfried Becker vor einem Plakat mit der Schrift „Marktflecken Frielendorf“. EAM-Geschäftsführer Hans-Hinrich Schriever hält die beiden Bescheide in der Hand.
Die Digitalministerin übergab die Bescheide für die beiden Mobilfunkmasten, von links Bürgermeister Jens Nöll, Ministerin Dr. Kristina Sinemus, EAM-Geschäftsführer Hans-Hinrich Schriever und Landrat Winfried Becker © Maike Lorenz

Das Energieversorgungsunternehmen EAM stellt Mobilfunkmasten in Knüllwald und Frielendorf auf. Das Land Hessen finanziert einen Großteil des Projektes.

Frielendorf – Mit dem Handy ständig erreichbar zu sein, aber auch andere ständig erreichen zu können, ist im städtischen Raum schon länger eine Selbstverständlichkeit. In ländlichen und dort ganz besonders in hügeligen Gebieten, wie zum Beispiel dem Knüllgebirge, ist das anders. Noch immer gibt es „weiße Flecken“, die nicht einmal einer der Netzbetreiber mit seinen Funkmasten erreicht.

Lichtenhagen in Knüllwald und Leuderode in Frielendorf sind zwei dieser Orte. Für jemanden, der hier zum Beispiel einen Unfall baut und Hilfe rufen möchte, ist das Handy nahezu nutzlos.

Finanziert durch Förderprogramm

Um das zu ändern, stellt das Energieversorgungsunternehmen EAM im besten Fall bis Ende 2023 sowohl in Lichtenhagen als auch in Leuderode zwei Mobilfunkmasten auf. Das Geld dazu stammt hauptsächlich aus einem Förderprogramm der Hessischen Landesregierung. Digitalministerin Dr. Kristina Sinemus überreichte die Bescheide in Höhe von 680 000 Euro an EAM-Geschäftsführer Hans-Hinrich Schriever.

Die Digitalministerin sagte: „Wir haben erfahren, dass der Markt beim Bau von Mobilfunkmasten im ländlichen Raum versagt.“ Teilweise lohne es sich für Netzanbieter nicht, die Funkmasten zu bauen. Ziel des Förderprogramms sei es, die dadurch entstandenen „weißen Flecken“ zu füllen. Die beiden Masten in Frielendorf und Knüllwald sind die ersten Funkmasten, die über das Förderprogramm finanziert werden.

„Die Zukunft des ländlichen Raums“

Wie wichtig der Ausbau der digitalen Infrastruktur ist, verdeutlichte Landrat Winfried Becker. Er sagte: „Davon hängt die Zukunft des ländlichen Raumes ab.“

EAM-Geschäftsführer Hans-Hinrich Schriever zeigte sich besonders mit dem seiner Meinung nach „schnellen und pragmatischen“ Ablauf des Prozesses sehr zufrieden: „Ich hätte nicht gedacht, dass wir schon bis Ende des Jahres die Fördermittelbescheide übergeben können.“ Begonnen hätten die Planungen für das Projekt etwa vor eineinhalb Jahren, schätzt Landrat Winfried Becker.

Mindestens 4G/LTE-Technologie

Von den beiden Mobilfunkmasten sollen zum einen die Menschen in Lichtenhagen und Leuderode profitieren, Ziel sei aber auch, die umliegenden Landstraßen mit dem Mobilfunknetz erreichen zu können. Von dem Mobilfunkmast in Leuderode werden nach Angaben des Digital-Ministeriums die Kunden aller drei Netzbetreiber profitieren.

Der Mobilfunkmast in Lichtenhagen wird mit Stand von heute nur das Vodafone-Netz verbessern, es könnte aber sein, dass Antennen von Telefónica und Telekom noch dazukommen. Die Masten werden nach Ministeriumsangaben mindestens mit 4G/LTE-Technologie ausgestattet sein. Das ist Vorgabe des Förderprogramms. (Maike Lorenz)

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