Gerd Itzenhäuser baut Vogelhäuser

Nistkästen für Leimsfelder Feuerwehrleute vom Nikolaus

Auf dem Foto ist ein Nikolaus zu sehen, der vor einem Feuerwehrgerätehaus steht. Im Hintergrund stehen über 40 Nistkästen.
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Nikolaus bringt außergewöhnliche Geschenke: Gerd Itzenhäsuer verteilte 42 selbstgebaute Nistkästen an die aktiven Feuerwehrleute des Vereins.

42 Nistkästen hat Wehrführer Gerd Itzenhäuser an die Feuerwehrleute in Leimsfeld verteilt. Pünktlich zum Nikolaustag schlüpfte er ins Kostüm und beschenkte die Kameraden.

Leimsfeld – Die Feuerwehrleute der Leimsfelder Wehr waren dieses Jahr wieder besonders artig: Wehrführer Gerd Itzenhäuser schlüpfte in das Nikolauskostüm und beschenkte seine Kameraden mit selbstgebauten Nistkästen. Am Sonntagmorgen war er dafür früh aufgestanden. Zwischen 4 und 7 Uhr stopfte er die imaginären Stiefel vor den Haustüren mit seinen selbst gebauten Nistkästen voll. Jedes Jahr zum Nikolaustag lässt sich Itzenhäuser etwas Besonderes einfallen. Dieses Mal verteilte er 42 Nistkästen an die Aktiven und befreundeten Kameraden anderer Wehren.

Itzenhäuser ist im Nebenberuf Imker und interessiert an Nachhaltigkeit. Mittlerweile hat er schon um 200 Nistkästen rund um Leimsfeld aufgehängt. Tier- und Naturschutz liegen dem 49-Jährigen am Herzen, aber auch die Verantwortung für die Menschen. Daher engagiert er sich als Wehrführer in der Feuerwehr Leimsfeld/Schönborn. 140 Mitglieder zählt der Verein, darunter sind 28 Aktive in der Einsatzabteilung. In den Jahren zuvor habe er die Einsatzstiefel mit Süßigkeiten gefüllt. In diesem Jahr wollte er Hoffnung schenken und kam auf die Idee, Nistkästen zu bauen.

Nistkästen für Feuerwehrleute: Itzenhäuser baute Behausungen selbst

In den vergangenen zwei Wochen zimmerte er die hölzernen Behausungen für Vögel eigenhändig zusammen. „Ich möchte in jedem Jahr etwas zurückgeben und mich für den Einsatz bedanken“, sagt Gerd Itzenhäuser. In manchen Jahren habe er sich bei jedem Einzelnen in einem persönlichen Schreiben bedankt. Die Wertschätzung sei ein wichtiger Baustein für die Vereinsführung, so Itzenhäuser. Gerade im Moment seien die Menschen sehr frustriert, „wir können nicht üben und die sozialen Kontakte fehlen“. Im Sommer habe man sich wenigstens noch mit ein paar Menschen treffen können, zwar mit Maske und Abstand, aber immerhin. Die Nistkästen sollen Hoffnung geben. „Es gilt jetzt nach vorne zu schauen.“

Diese seien dieses Jahr besonders wichtig, denn es gab ein Meisensterben, der Bestand sei stark gesunken. Die Kästen sollten jetzt platziert werden, damit die Vögel einen Schutz für den Winter finden. Einmal im Jahr müssen sie fachgerecht gesäubert werden. Dabei wolle er auch helfen und Tipps geben. Die 42 Kästen hat Itzenhäuser aus eigener Tasche bezahlt. Einer kostet in der Produktion etwa 5 Euro. Wer welche haben möchte, kann sie gegen die Produktionskosten auch bei ihm bestellen. (von Christine Thiery)

Kontakt: Gerd Itzenhäuser, Tel. 0172/3 75 33 02.

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