Raus aus der Schockstarre

Resolution Frielendorfs gegen Südlink soll nur der Beginn des Protests sein

Frielendorf. Wie ein Hammerschlag hat die alternative Südlink-Trassenführung die Schwalm getroffen. Jetzt hat als erstes Frielendorf mit einer Resolution reagiert.

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Alle Fraktionen haben sie per Umlaufentscheid in den vergangenen Tagen einstimmig angenommen, am Dienstag wurde sie der HNA von einer parteiübergreifenden Runde sowie Bürgermeister Birger Fey vorgestellt.

Punkte daraus sind:

• Die Energiewende soll auf Basis einer dezentralen Energieerzeugung sowie alternativer Technologien erfolgen

• Für die Verhinderung des Vorhabens wird Geld bereitgestellt

• Die nochmalige Prüfung durch eine unabhängige Fachstelle wird gefordert

• Falls keine Alternativen gefunden werden, soll Hessen für eine umfängliche Erdverkabelung sorgen

• Mindestabstände zu Siedlungsflächen sollen 400 Meter, nicht nur 200 Meter betragen

• Windkraftpläne Frielendorfs dürfen nicht eingeschränkt werden

• ein Trassenverlauf soll sich generell entlang der A7 orientieren.

Das Kartenmaterial zur Trasse auf gibt es hier (Seite 222).

Abstimmung in der Sitzung der Gemeindevertreter am Montag 10. November, 19.30 Uhr, DGH Leimsfeld. Eine Bürgerversammlung wird noch angesetzt.

„Wir waren überrascht und haben uns jetzt intensiv im Gemeindevorstand und in den Fraktionen damit beschäftigt“, erklärte Bürgermeister Birger Fey (SPD) gegenüber der HNA. Alle rechtlichen und politischen Mittel gegen den Trassenverlauf sollten ergriffen werden, „wichtig ist die Aussetzung des stark verkürzten Planungsverfahrens, um Zeit zu gewinnen“. Eigene Windkraftpläne am Waltersberg (Linsingen/Todenhausen) und am Batzenberg (Verna) dürften nicht durchkreuzt, die Grundlagen als Tourismusort nicht zerstört werden. „Wir haben kein Verständnis für solch eine Leitung, alle sind Betroffene.“ Es werde regionübergreifenden Protest geben, „es wird ein Sturm der Entrüstung“.

Von Anne Quehl

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