Netzwerke knüpfen am Silbersee

Retterherzen bringen Helfer aus ganz Deutschland nach Frielendorf

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Retterherzen. "Kein Zeltlager" am Silbersee. Helfer verschiedener Rettungsorganisationen kamen nach Frielendorf.

 Am vergangenen Wochenende reisten rund einhundert im sozialen Bereich Engagierte aus ganz Deutschland zum Silbersee, um sich weiterzubilden und zu vernetzten.

In verschiedenen, vom Netzwerk Retterherzen organisierten Workshops, wie Traumataversorgung, lernten sie die Arbeit anderer sozialer Bereiche kennen. Die Retterherzen sind in den sozialen Medien sehr aktiv und zählen bei dort nach eigenen Angaben rund 55.000 Abonnenten.

„Es ist ein einzigartiges Konzept“, sagte Dominique Nardin, Gründer der Retterherzen. Der im Rettungsdienst arbeitende Baden-Badener erklärte: „Normalerweise ist jeder Bereich bei seinen Fortbildungen unter sich. Hier bringen wir alle zusammen, um einen Austausch zu fördern und einen Einblick in verschiedene Organisationen zu geben.“

Retter mit Herz: Unter dem Motto „Kein Zeltlager“ trafen sich Helfer aus ganz Deutschland am Silbersee um sich zu vernetzen. Unser Bild zeigt einige der Teilnehmer von Feuerwehr, DLRG, THW und Rettungsdienst.

Ein Ausgleich bot die Kreativzeit, in der auch alte Feuerwehrbekleidung zu Taschen verarbeitet wurden. Viele Teilnehmer referierten über ihre Arbeit, so auch die aus Iserlohn kommende Notfallseelsorgerin Iris Lemmer. Die Möglichkeit auf Beistand für Angehörige oder Unfallbeobachter sei bei vielen unbekannt, sagte sie. Um ihre Arbeit bekannter zu machen, nutze sie die Retterherzen.

Retterherzen arbeiten im Team

Den Höhepunkt bildete eine Einsatzübung, bei der die Feuerwehr zusammen mit dem Rettungsdienst einen Dummy aus einem Unfallauto retteten und die gemeinsame Kommunikation übten. 

Retterherzen. "Kein Zeltlager" am Silbersee. Gruppenbild mit den Teilnehmern der Station Technische Hilfeleistung bei Verkehrsunfall. Foto Julia Baumann

Dabei arbeiteten zum Beispiel Feuerwehrleute aus Berlin, Dresden und Nürnberg Seite an Seite mit Rettungssanitätern aus Nordrhein-Westfalen. Die aus dem Schleswig-Holsteinischen Norderstedt angereiste Feuerwehrfrau Lara Sager stellte fest: „Trotz der lokalen Unterschiede gibt es den gleichen Grundgedanken.“ 

Retterherzen. "Kein Zeltlager" am Silbersee. Gruppenbild mit den Teilnehmern der Station Technische Hilfeleistung bei Verkehrsunfall.

Die Organisation hat „ein gutes Jahr gedauert“, erklärt Lena Hosenfeld, die zum ehrenamtlichen, dreiköpfigen Organisationsteam gehört. Eigentlich haben sie ein Zeltlager organisieren wollen, jedoch fiel die Entscheidung auf den Ferienwohnpark Silbersee. „Wir wollten es mitten in Deutschland stattfinden lassen, aber auch unseren Freiraum haben.“, sagte die Feuerwehrfrau. 

Gesponsort wurde das „Kein Zeltlager“ von einem bekannten Hersteller für Feuerwehrstiefel und einer Firma, die unter anderem Beatmungsbeutel herstellt. Die Feuerwehr Frielendorf unterstützte die Veranstaltung.

Von Julia Baumann

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