Badebetrieb bis 5. Juni eingestellt 

Tourismusstart am Silbersee: Badeverbot bis 5. Juni - Buchungen in Gefahr? 

Freut sich auf die Gäste, auch in diesen Zeiten: Karin Rauter-Thieme vor ihrem Haus am Silbersee, das sie an Touristen vermietet.
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Freut sich auf die Gäste, auch in diesen Zeiten: Karin Rauter-Thieme vor ihrem Haus am Silbersee, das sie an Touristen vermietet.

Karin Rauter-Thieme schaut eigentlich ganz zuversichtlich in die kommende Feriensaison am Silbersee. Bis sie eine Hiobsbotschaft erreichte: Das Baden ist bis zum 5. Juni vorerst eingestellt.

Die Vermietung der Ferienhäuser für Touristen ist nun wieder frei gegeben, und auch die Gastronomie und der Bobbahnbetrieb laufen an. Doch nun ist die Ferienhausbesitzerin sehr erstaunt. Der Silbersee ist vorerst bis zum 5. Juni für den Badebetrieb geschlossen. Das war ihr nicht bekannt.

Stellt das Badeverbot nun die Buchungen auf den Kopf? 

„Ich hoffe jetzt, das Badeverbot stellt meine Buchungen nicht auf den Kopf“, sagt die 61-Jährige. Sie findet, die Gemeinde hätte die Ferienhausbesitzer über die Schließung des Sees informieren können. Allein zwei kleine Hinweisschilder an den beiden Badestellen weisen auf das Badeverbot hin. Rauter-Thiemes Ferienhaus ist bis August voll ausgebucht. Das Haus ist mit vier Sternen vom deutschen Tourismusverband ausgezeichnet. Nun müsse sie die Gäste informieren, sie sieht dies als ihre Pflicht an. „Die Leute haben schließlich Urlaub am See gebucht.“ Sie hat bisher nur einigen absagen müssen, auch wenn die Anlage für die Vermietung von Touristen bis vergangenen Freitag gesperrt war. Die ersten sechs Wochen der Saison fielen wegen Corona aus. Aber der Hauptbetrieb beginne ohnehin meist erst richtig in Mai, sagt sie. 

Derzeit sind Monteure im Ferienhaus untergebracht

In der Zwischenzeit hat sie das Haus an Monteure vermietet, für berufliche Zwecke war dies erlaubt. Damit könne man wenigstens ein paar Lücken schließen, sagt sie.

„Die Saison wird ohnehin zwei Seiten haben“, ist die Hombergerin überzeugt. Auf der einen Seite werde die Nachfrage steigen, weil viele Menschen im eigenen Land Urlaub machen wollten. Daher rechne sie in der nächsten Zeit mit vielen Anfragen auf dem Platz. Allerdings befürchte sie nun auch Stornierungen, etwa von Menschen, die sich vor Corona schützen wollen und Angst haben. Oder solchen, die nun enttäuscht seien, weil sie vielleicht nicht baden dürften. Der See sei nun einmal der Anziehungspunkt der Ferienanlage und bis zur Hauptbadesaison könne sich noch etwas ändern. Doch selbst wenn das Baden wieder erlaubt werden würde, müsse man sich etwas einfallen lassen, etwa die Badestelle für Touristen und Einheimische trennen. Auch Schwimmbad und Sauna im Wellness-Paradies als weiterer Magnet würden sicher nicht so schnell wieder öffnen. Da fehle einiges an Attraktion, sagt Rauter-Thieme.

Geleistete Angaben gibt es zurück 

Dennoch ist sie weiter zuversichtlich und auch bereit, Kompromisse einzugehen. Schließlich sei das eine Ausnahmesituation. „Wenn jemand nicht kommen will, weil er Angst hat, verstehe ich das.“ Geleistete Anzahlungen gebe sie zurück.

Gäste aus dem Ausland bleiben weg 

Antje Buttlar aus Homberg vermietet zwei Häuser in der Ferienanlage und belegt sie derzeit mit Monteuren. Da die Grenzen noch dicht sind, würden sicher die Urlauber aus dem Norden Europas ausbleiben, meint sie.

Gerade für Schweden oder Dänen sei der Park ein beliebtes Ferienziel. Klaus-Dieter Rohr aus Todenhausen beklagt, dass einige Gäste aus dem Ausland wegen der Grenzschließungen bereits abgesagt hätten. Beide gehören wie Karin Rauter-Thieme der Interessengemeinschaft der Ferienhausbesitzer an, alles Privatleute, die 20 der 150 Häuser betreiben. Die Gäste zahlen Kurtaxe und bekommen nicht alle Leistungen, das sei eigentlich nicht zu vertreten, sagt Buttlar. Außerdem hätte sie von der Gemeinde genaue Anweisungen für die Vermietung der Ferienhäuser erwartet.

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