Der Spar-Gipfel ist noch nicht erreicht

Frielendorf. Ein Kommentar von Sylke Grede über die Situation in der Schutzschirmgemeinde Frielendorf, wo diesen Sommer die Bäder viel später öffnen.

Die Flucht unter den kommunalen Schutzschirm entpuppt sich als Zwangsparcours für die Gemeinde Frielendorf. Von der Freude, als Erste in den Genuss des hessischen Entschuldungsprogramms gekommen zu sein, ist nicht mehr viel zu spüren angesichts des rigorosen Sparkurses, der der Kommune als Bedingung für die Übernahme der Schulden aufgezwungen wurde.

Den Frielendorfern stockt allmählich der Atem angesichts der drastischen Sparauflagen, bei denen die öffentliche Daseinsvorsorge auf der Kippe zu stehen scheint. Die Streichliste, angefangen mit Projekten wie Lern- und Spielkreis, Gemeindebüchereien, Dorfgemeinschaftshäuser und nun das abgespeckte Schwimmbadangebot, wird länger werden.

Noch frisch ist die Aufregung in Frielendorf über die Erhöhung der Kindergartengebühren – und das war vermutlich erst der Anfang: Die Gemeinde kommt nicht umhin, fehlende Steuereinnahmen dadurch zu ersetzen, dass sie sich Leistungen von denen besser bezahlen lässt, die sie in Anspruch nehmen.

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