Dem Tierschutz verschrieben

Tiernothilfe Frielendorf bekommt Hilfe von Ehrenamtlichen 

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Sie unterstützen die Tiernothilfe Frielendorf in Leuderode: von links Agnes Denner, Steffan und Ellen Kohlhepp, Renate Dieckmann, Diane Degenhardt-Daniel, Elli Staude und Jutta Pflug. 

Agnes Denner von der Tiernothilfe Frielendorf schart eine Gruppe Ehrenamtlicher um sich. Die Helfer werden dringend gebraucht: Auf dem Bauernhof sind 50 Tiere untergebracht.

Sie kommen aus Lenderscheid, Niederbeisheim, Welcherod, Remsfeld, und es eint sie die Liebe zu den Tieren. Das passt, denn bei Agnes Denner mit ihrer Tiernothilfe in Leuderode gibt es viel zu tun. Der 79-jährigen Tierschützerin gehört ein alter Bauernhof in dem Frielendorfer Ortsteil. Dort setzt sich der Tierfreunde-Trupp mit aller Kraft für Tiere ein, die keiner mehr will.

Diane Degenhardt-Daniel, Rosi Petsch und Kerstin Pothmann sind als 450-Euro-Kräfte bei Agnes Denner angestellt. Sie beteiligen sich an der Betreuung der Tiere allerdings weit über die Gebühr hinaus, betont Denner. Und Tiere gibt es genug auf dem Dennerschen Anwesen.

Da sind 42 Katzen, vier Pferde, ein Hund, ein Schwein, Gänse, Hühner, Hahn und nicht zu vergessen, die Kaninchen Huberta und Balthasar. Renate Dieckmann kümmert sich um die Pferde wie die beiden Ponys Adriana und Ayse. Auf die Tiernothilfe ist sie vor einigen Jahren im Zusammenhang mit einer dreibeinigen Katze gestoßen. Seitdem lässt sie der Wunsch, den Tieren zu helfen, nicht mehr los.

Tiere geben viel zurück

So geht es auch Elli Staude aus Lenderscheid. Die Rentnerin, wie auch ihr Ehemann Dieter, hilft einmal in der Woche bei Routinearbeiten. Das sei kein Müssen, wie es die Arbeit forderte, sondern ein Wollen – und die Tiere geben viel zurück.

Bei dem Stichwort „Gehege“ gucken die Helfer ganz verblüfft und der Besuch in dem Nebengebäude belegt auch warum. Denn dort wohnen die Katzen in ihren Stuben. Dabei liegt die Betonung auf „wohnen“: Bei frostigen Außentemperaturen ist es drinnen mollig warm. An den Wänden hängen Poster. Viele Fenster ermöglichen den Katzen eine Art „Fernsehgucken“. Säuberlich aufgereiht stehen die Katzentoiletten am Boden.

Hilft als Ehrenamtliche: Tanja Hartung aus Lenderscheid. 

Die Räume bieten den Tieren viele Möglichkeiten zum Verstecken und Klettern. Sessel und Stühle laden Mitarbeiter wie Ellen Kohlhepp ein, den scheuen, oft misshandelten Katzen näher zu kommen. Während ihr Mann Steffan auf dem Hof handwerklich mit anpackt, ist die Welcheröderin therapeutisch tätig. Die ausgebildete Homöopathin will den Tieren den „Stress nehmen“. Dabei können sich Helfer und Tier durchaus aneinander gewöhnen.

Das kann Jutta Pflug bestätigen. Wird ein Tier vermittelt, wie kürzlich der Kater Todo, der in Todenhausen gefunden wurde, geschehe das manchmal mit einem lachenden und einem weinenden Auge, meint die Lenderscheiderin.

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