Region als Ort des guten Lebens

Von der neuen Lust aufs Land profitieren

Netzwerker zur Zukunft der Region: von links Michael Kann (Planungsbüro Wertschöpfung, Borken), Markus Exner (Grimmheimat), Christof Wehrum (Raiffeisenbank Borken Nordhessen), Dr. Ruth Anna Weber (Ärztin, Ziegenhain) und Michael Schramek (Geschäftsführer Eco Libro, Jesberg).
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Netzwerker zur Zukunft der Region: von links Michael Kann (Planungsbüro Wertschöpfung, Borken), Markus Exner (Grimmheimat), Christof Wehrum (Raiffeisenbank Borken Nordhessen), Dr. Ruth Anna Weber (Ärztin, Ziegenhain) und Michael Schramek (Geschäftsführer Eco Libro, Jesberg).

Die Gästeliste konnte illustrer nicht sein und doch verband die Teilnehmenden der ersten Zukunftsmanufaktur in der Gutshof-Akademie in Großropperhausen ein Ziel: Die Region als Ort des guten Lebens zu etablieren.

Wie kann Nordhessen von der neuen Landlust profitieren?, lautete dann auch die Schlüsselfrage der Gastgeber Ilona und Rainer Wälde. Eine klare Antwort darauf gab es am Ende der im gediegenen Gutshof-Ambiente ausklingenden Tagung nicht. Dafür eine Menge neuer Visionen. Austausch und Networking in der Region – wie wichtig dies ist, um Ideen zu sammeln, zu unterstützen und zu verwirklichen, dies hoben die 30 Gastgeber und Teilnehmenden gemeinsam hervor.

Unter ihnen Jonathan Linker, Journalist und Gründer des Netzwerkes Die Homeberger, Stadt- und Regionalplanerin Prof. Dr.-Ing. Ursula Stein, Honorarprofessorin für Kommunikation in der Planung an der Universität Kassel, Markus Exner, Projektleiter Grimmheimat, Milena Mikosch von der Industrie- und Handelskammer Kassel-Marburg sowie Dr. Ariane Sept, Soziologin und Mitarbeiterin am Leibnitz-Institut für Raumbezogene Sozialforschung in Berlin. Auch Christof Wehrum von der Raiffeisenbank Borken sowie Familie Gringel vom gleichnamigen Bau- und Planungsunternehmen in Schwalmstadt sowie Catrin und Markus Küllmer aus Kassel waren unter den Gästen.

Referentin: Dr. Ariane Sept, Soziologin am Leibnitz-Institut, im Hintergrund Ilona Wälde.

Wer weiß etwa, dass die Falkenberger Firma Shift, die nachhaltige Smartphones und Tablets entwickelt und produziert, international agiert und vor Ort 40 Mitarbeiter beschäftigt? Dass ein von Shift getragenes Unternehmen als Ort für Leben, Arbeiten und vor allem Begegnung entsteht, war eine der vielen Ideen, die die beiden Geschäftsführer Carsten und Samuel Waldeck einbrachten.

Potenziale habe die Region viele, doch fehle es den Nordhessen manchmal an Selbstbewusstsein, diese auszuschöpfen. „Es musste erst jemand von außen kommen, um zu sagen, wie schön es in Homberg ist“, sagte Jonathan Linker zum Homberger Projekt „summer-of-pioneers“. Bei Ilona und Rainer Wälde, Leiter der Gutshof-Akademie war es ein ganz konkreter Wunsch – dass in Großropperhausen die Nahversorgung wieder gesichert ist – durch einen genossenschaftlichen Laden, der an sieben Tagen 24 Stunden geöffnet habe und möglichst ohne Personal auskommt.

Referentin: Dr. Ariane Sept, Soziologin am Leibnitz-Institut, im Hintergrund Ilona Wälde.
Austausch über die Potenziale der Region: von links Viola Müller-Hanke (Wirtschaftsförderung Schwalm-Eder), Eva Gringel (Studentin, Schwalmstadt) und Carsten Waldeck (Geschäftsführer Shift, Falkenberg).

Um weiter innovative Ideen zu sammeln und zu verfolgen, soll alle zwei Monate ein Gutshof-Salon öffnen:

Freitags ab 19 Uhr. Termin: 1. Oktober 2021, dann wieder 3. Dezember.

Anmeldung unter gutshof-akademie.de

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