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Frielendorf: Tiererlebnispark am Silbersee - Wo bleiben die Affen?

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Luftaufnahme des Silbersee bei Frielendorf
In diesem Waldgebiet am Silbersee in Frielendorf soll ein Affenpark entstehen. Eine mögliche Eröffnung sehen die Investoren Ende 2022/Anfang 2023. © Jörg Döringer

Der am Silbersee geplante Affenpark ist noch lange nicht vom Tisch. Die Investoren halten an dem Vorhaben fest. Auf fünf Hektar soll ein Kleinzoo entstehen.

Frielendorf. Vor knapp einem Jahr beschäftigte sich das Frielendorfer Parlament mit dem Thema Affenwald am Silbersee. Mit einem Aufstellungsbeschluss hatte eine große Mehrheit der Gemeindevertreter den Weg frei machen wollen für eine öffentliche Überprüfung, an deren Ende die entsprechende Änderung des Bebauungsplans am Silbersee stehen könnte oder auch nicht.

Von einer öffentlichen Debatte über das Anfang des Jahres heftig diskutierte Vorhaben einer Marburger Investorenfamilie ist in Frielendorf nichts zu hören. Wir haben nachgefragt.

Investoren halten an Vorhaben fest

Eine Anfrage der HNA über den aktuellen Planungsstand beantwortet die Marburger Investorenfamilie nicht. Aus einer Präsentation geht allerdings hervor, dass die Alma Erlebnispark Gesellschaft an ihrem Vorhaben festhält. Auf rund fünf Hektar in einem Waldgelände am Silbersee soll ein Affenwald in Form eines Kleinzoos für Berberaffen, Kattas und Erdmännchen entstehen. Der Präsentation nach haben Regierungspräsidium wie auch der Landkreis die grundsätzliche Genehmigungsfähigkeit des Projekts mitgeteilt. Im Sommer habe es eine Begehung des Geländes gegeben. Erste Detailplanungen für die Zauntrasse seien getroffen worden. Wie geht es weiter?

Grafik Planung für Affenpark am Silbersee
Planung für Affenpark am Silbersee © HNA

Bebauungsplan, Bauleitplanung, Umweltbilanzierung sind laut Investoren die nächsten Stichworte. Auch mit einem Städtebaulichen Vertrag zwischen Alma und Gemeinde wäre das Frielendorfer Gemeindeparlament wieder am Entscheidungsprozess beteiligt. Unter der Hand wird das Thema in den Fraktionen offenbar bereits diskutiert. Bürgermeister Thorsten Vaupel bestätigt, dass die Fraktionen zurzeit die weitere Vorgehensweise beraten.

Affenpark beschäftigt die Fraktionen

Wir haben bei den drei Fraktionen nachgefragt. CDU-Sprecher Dietrich Hahn, selbst unternehmerisch aktiv am Silbersee, will gegenüber der HNA keine eindeutige Position beziehen. „Der Investor muss erst seine Planungen liefern, dann können wir dazu etwas sagen“, sagt der CDU-Mann.

Deutlicher wird da der Koalitionspartner SPD: In der SPD-Fraktion gebe es kein einheitliches Stimmungsbild, erklärt Fraktionssprecher Holger Kraft. Eine knappe Mehrheit seiner Fraktion stimme dem Vorhaben zu. „Wir werden uns bei diesem Vorhaben nicht geschlossen als Fraktion positionieren“, so Kraft. In der SPD-Fraktion gebe es keinen Fraktionszwang. Eindeutig die FWG: „Die FWG bleibt bei ihrer ablehnenden Haltung bezüglich des Affenpark Projektes. Die Fraktion lehnt das Projekt geschlossen ab“, so der Fraktionsvorsitzende Matthias Dittschar. Im Juli diesen Jahres habe es bereits eine nicht öffentliche Sitzung gegeben, in der der potenzielle Investor seine Planungen zum Affenpark Projekt erläutert habe.

In der Frielendorfer Gemeindevertretung ist die CDU mit fünf Sitzen die kleinste Fraktion, Koalitionspartner SPD mit zwölf Sitzen die stärkste. Die FWG besetzt acht Sitze. (Sylke Grede)

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