Feuerwehr geht wieder von Brandstiftung aus

Zwei Brände in nur 24 Stunden

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Nur noch verkohlte Reste: Nahe des Basalt-Steinbruches (im Hintergrund) bleib nichts übrig vom Unterstand, der am Samstag brannte.

Großropperhausen. Zu gleich zwei Einsätzen in Großropperhausen innerhalb von 24 Stunden sind am Wochenende die Feuerwehren Frielendorfs ausgerückt.

„Vermutlich hatte wieder ein Brandstifter seine Finger im Spiel“, erklärte Matthias Haaß. Pressesprecher der Frielendorfer Feuerwehr.

Zuerst stand am späten Freitagabend im Sandweg ein Wohnanhänger in Flammen. Beim Eintreffen der Feuerwehr gegen 22 Uhr hatte das Feuer bereits auf eine Hecke und einen Baum übergegriffen.

Unter der Leitung von Frielendorfs stellvertretendem Gemeindebrandinspektor Markus Schmerer bekämpften zwei Trupps der Feuerwehr Großropperhausen unter Atemschutz den Brand und hatten das Feuer schnell unter Kontrolle.

Rauchende Reste

Anschließend kontrollierten die Einsatzkräfte die rauchenden Reste des Anhängers und das nähere Umfeld noch mit einer Wärmebildkamera auf Glutnester. Um für die Brandbekämpfung ausreichend Löschwasser zur Verfügung zu haben, wurde das Hilfeleistungslöschfahrzeug der Feuerwehr Frielendorf bei den Löscharbeiten miteinbezogen. Um 23.20 Uhr war der Einsatz der Feuerwehren aus Großropperhausen, Frielendorf, Siebertshausen, Lenderscheid und Leuderode beendet, berichtete Haaß.

Zum zweiten Brandeinsatz innerhalb von 24 Stunden rückten die Frielendorfer Feuerwehren am Samstagabend erneut nach Großropperhausen aus, und wieder war der Sandweg das Ziel. Dort stand um 21.24 Uhr ein Unterstand samt Leiterwagen komplett in Flammen.

Am Ortsrand: Zum Brand eines Unterstandes rückten die Wehren am Samstag erneut aus.

Unter der Leitung von Kreisbrandmeister Frank Maikranz bekämpfte zunächst ein Trupp der örtlichen Feuerwehr unter Atemschutz das Feuer. Für die Löschwasserversorgung sorgten in der Anfangsphase die Tanks des Staffellöschfahrzeugs der Feuerwehr Großropperhausen und des Hilfeleistungslöschfahrzeugs der Feuerwehr Frielendorf. Später verlegten die Feuerwehrleute eine 150 Meter lange Schlauchleitung zu einem Hydranten am Ortsrand. Von dem Unterstand blieben nur noch rauchende Trümmer.

Im Einsatz waren die Feuerwehren aus Großropperhausen, Frielendorf, Siebertshausen, Lenderscheid und Leuderode mit 40 Feuerwehrleuten. Kurz vor Mitternacht rückten die letzten Einsatzkräfte wieder ab. Der genaue Sachschaden stand in beiden Fällen noch nicht fest.

Da bei beiden Feuern spontane Selbstentzündung mit hoher Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden könne, sei von Brandstiftung auszugehen, sagte der Pressesprecher. Es wäre bereits die sechste Brandstiftung innerhalb von zwei Jahren: In der Weihnachtszeit im vergangenen Jahr hatte es bereits in der Garage eines leerstehendes Gebäudes gebrannt, und drei Mal hatte es schon an einer Scheune im Ort gebrannt. Und: „Die zeitlichen Abstände werden enger“, sagte Haaß.

Die Polizei Homberg hat die Ermittlungen aufgenommen.

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