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Verein unterstützt Veteranen und ihre Familien

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Ausflug zur Bundeswehr nach Fritzlar: Dort schauten sich die Kinder einen Hubschrauber BO105 an, der auch Bunte Kuh genannt wird.
Ausflug zur Bundeswehr nach Fritzlar: Dort schauten sich die Kinder einen Hubschrauber BO105 an, der auch Bunte Kuh genannt wird. © Harald Becker

Der Verein Bund Deutscher Einsatzveteranen traf sich am Silbersee zu einem Familienwochenende. Unterstützt wurde die Zusammenkunft vom Kampfhubschrauberregiment 36 aus Fritzlar.

Frielendorf – Besuche des Wildparks Knüll und der Kaserne in Fritzlar standen auf dem Programm. Das Wochenende wurde genutzt, um Gespräche zu führen und Einsatzerlebnisse zu verarbeiten.

Dazu standen Psychologen, Sozialpädagogen und eine Rechtsanwältin zur Verfügung. Auf dem Programm-Flyer stand ein Zitat von Jean-Jacques Rousseau: „Nur durch das kleine Vaterland der Familie wird das Herz dem großen zugewandt.“ Es drückt im Grunde die Seelenwelt der Sodaten aus, die im Auslandseinsatz Traumata erlebt haben und diese zu verarbeiten versuchen.

Seit 30 Jahren werden Soldaten in Auslandseinsätze geschickt. Die im Einsatz entstehenden körperlichen und seelischen Belastungen können erheblich sein. Die Einsatzkräfte erleben unvorstellbares Leid, Angst oder Gewalteinwirkungen. Seelische und moralische Verwundungen kommen hinzu. All diese Erlebnisse können von einigen Soldaten nur schwer oder gar nicht verarbeitet werden. Die durch die militärischen Einsätze erlebten Traumata führen manchmal in eine Abwärtsspirale.

Typische Krankheitsbilder der Betroffenen

Alkoholismus, Gewalt und Depressionen gehören zu den Krankheitsbildern der Betroffenen. An der Stelle setzt der Bund Deutscher Einsatz Veteranen an: Ziel ist die Sicherstellung der Versorgung, die Verbesserung der Beratung und Begleitung und die Wahrung der Identität der betroffenen Veteranen. Bundesweit werden über 500 Familien fachkundig und professionell beraten.

Der Verein steht im ständigen Dialog mit Bundeswehr und Politik. Gedenkorte und Gedenkfeiern für Gefallene werden geschaffen und organisiert. Grundkonsens und Botschaft: den traumatisierten Soldaten zur Seite zu stehen, ist nicht nur Aufgabe der Bundeswehr oder der Politik, sondern auch unserer Gesellschaft. Denn die Soldaten im Auslandseinsatz sind Verteidiger und Garanten der äußeren Souveränität der Bundesrepublik Deutschland. Respekt und Anerkennung der Gesellschaft solle eine Selbstverständlichkeit sein. Der Verein wirbt dafür und hilft, dass Schicksale der Einsatzveteranen nicht in Vergessenheit geraten. Mitorganisator Hauptbootsmann Markus Burghard bedankt sich für die Unterstützung der Bundeswehr. (Harald Becker)

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