Frielendorfer Jugendwehren probten für den Ernstfall an der Ohetalschule

Löschten zur Übung einen simulierten Brand an der Ohetalschule in Verna: Die Jugendwehren der Gemeinde Frielendorf. Foto: Feuerwehr Frielendorf/nh

Die Gemeinde Frielendorf wurde kürzlich von der Jugendfeuerwehr kurzerhand zur Stadt mit eigener Berufsfeuerwehr erklärt.

Frielendorf. 80 Kinder aus acht Jugendwehren veranstalten einen sogenannten Berufsfeuerwehrtag. Für 24 Stunden schoben die Nachwuchsbrandschützer Dienst in den Feuerwehrhäusern.

Verteilt auf vier Feuerwehrwachen mussten die Kinder und Jugendlichen bei verschiedenen Übungseinsätzen ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen. Es galt abgestürzte Geocacher auf dem Sendberg zu finden, einen Brand in Lenderscheid zu löschen, vermisste Personen aus einer Scheune in Verna zu retten und bei einem Verkehrsunfall in Obergrenzebach einen Entstehungsbrand zu bekämpfen. Auch Starkregen und so mancher Fehlalarm konnten den Enthusiasmus der Jugendfeuerwehren nicht dämpfen. Alle Teilnehmer waren sprichwörtlich mit Feuereifer bei der Sache, heißt es in einer Pressemitteilung.

Die Einsatzleitung oblag der Führungsstaffel der Feuerwehr Frielendorf. Hier liefen alle Fäden zusammen. Verantwortlich für Planung und Organisation des Berufsfeuerwehrtags zeigte sich das Team um Gemeindejugendfeuerwehrwartin Sarah Schmerer. „35 Betreuer aus den Einsatzabteilungen haben uns bei dem reibungslosen Ablauf des Berufsfeuerwehrtags unterstützt“, freute sich die stellvertretende Gemeindejugendfeuerwehrwartin Madeleine Helmecke.

Spannende Abschlussübung

Höhepunkt des abwechslungsreichen Wochenendes war die große Abschlussübung aller beteiligten Jugendwehren an der Ohetalschule in Verna. Wie bei den Großen heulten am späten Vormittag die Sirenen. Kurz darauf setzten sich die vier Löschzüge in Bewegung.

An der Schule angekommen, erwarteten die Nachwuchsbrandschützer nicht nur zahlreiche Zuschauer, sondern auch ein spannendes Szenario. Ein Brandstifter hatte die Schule angesteckt und Menschen wurden vermisst. Unter den Augen von Gemeindebrandinspektor Norbert Mühling und Bürgermeister Birger Fey suchten die Jugendwehren in der verrauchten Turnhalle die versteckten Übungspuppen und bekämpften von allen Seiten den ausgedehnten Brand. Ganz nebenbei wurden auch noch die Verletzungen des Brandstifters versorgt.

Am Ende des Wochenendes stellte Sarah Schmerer zufrieden fest: „Bis auf Kleinigkeiten hat alles gut geklappt.“ (red)

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