Gedenkstätte, Schwälmer Gymnasien und Hephata planen Anne-Frank-Ausstellung

Ihre Geschichte bewegt: Die Ausstellung "Deine Anne. Ein Mädchen schreibt Geschichte" rückt die Lebensgeschichte Anne Franks in den Blickpunkt. Im Juni ist sie in Treysa zu sehen. Fotos: dpa/Grede

Die Ausstellung „Deine Anne. Ein Mädchen schreibt Geschichte" des Anne-Frank-Hauses Berlin wird vom 1. bis 24. Juni im Hephata-Kirchsaal in Treysa zu sehen sein.

Schwalmstadt. Ihr Schicksal berührt: Das Tagebuch der Anne Frank und damit ihre persönlichen Erzählungen sind verbunden mit der Zeit des Nationalsozialismus und der Judenverfolgung.

Die Kooperation:

Mit ihrem Tagebuch hat Anne Frank ein Dokument hinterlassen, das die Brutalität des Naziregimes eindrücklich schildert. Das Anne Frank Zentrum in Berlin hat diese Wanderausstellung konzipiert, um möglichst vielen Menschen einen Zugang zur Geschichte von Anne Frank zu ermöglichen und die ungebrochene Aktualität von Flucht zu beleuchten, erklären die hiesigen Organisatoren.

Das Besondere an der Ausstellung ist nicht nur deren Konzeption, sondern auch die Kooperation der beiden Schwälmer Gymnasien (Melanchthon-Schule und Schwalmgynasium) mit der Gedenkstätte Trutzhain und der Hephata-Diakonie. Hinzu kommt ein großer Unterstützerkreis aus Schwälmer Institutionen und Organisationen. Eingebunden in die Ausstellung ist zudem ein umfangreiches Rahmenprogramm, an dem unter anderem das Evangelische Forum Schwalm-Eder, das Treysaer Kino und die Schwalmstädter Stadtjugendpflege beteiligt sind. Aufgegriffen werden sollen Themen rund um die Geschichte Anne Franks. Die Stichworte werden Diskriminierung und Zivilcourage lauten.

Die Konzeption:

„Anne Frank, das ist ein Thema, das in der Schule an vielen Stellen vorkommt“, sagt der Leiter der Melanchthon-Schule Claus-Hartwig Otto. Und genau darauf basiert das Ausstellungskonzept. Karin Brandes, Leiterin von Museum und Gedenkstätte Trutzhain erläutert den zentralen Punkt: Rund 30 Schüler werden vor der Ausstellung zu sogenannten „Peer Guides“ ausgebildet und sollen ihre Altersgenossen und auch Erwachsenengruppen durch die Ausstellung führen.

Eingebunden werden sollen die unterschiedlichen Schulformen, aber auch Konfirmanden aus der Region, sagt Martina Bender von der Hephata-Diakonie.

Die Ausstellung:

Große Bildwände erzählen vom Leben der 14-Jährigen Anne Frank: die Jahre in Frankfurt, die Flucht vor den Nationalsozialisten, das Versteck in Amsterdam und schließlich die letzten schrecklichen Monate im Konzentrationslager. Private Fotos geben Einblick in das Leben der Familie. Kernstück der Ausstellung ist der Gedankenraum mit Audiozitaten des jüdischen Mädchens. Ihre persönliche Geschichte wird verbunden mit der der Weimarer Republik, des Nationalsozialismus, der Judenverfolgung, des Holocaust und des Zweiten Weltkriegs. (syg)

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