Gemeindevertretung will nicht mitziehen

Schrecksbacher Parlament ist gegen die Südlink-Resolution

Holzburg. Ein überraschendes Ergebnis brachte die Abstimmung der Gemeindevertretung Schrecksbach zum Thema Südlink im DGH Holzburg.

Mit fünf Nein-Stimmen, vier Ja-Stimmen und fünf Enthaltungen votierten die Parlamentarier gegen die Resolution mit dem sperrigen Namen „Gemeinsame Erklärung des Kreistages, der Kommunen, Bürgerinitiativen und Bürger im Schwalm-Eder-Kreis zum Antrag der TenneT TSO GmbH auf Bundesfachplanung für das SuedLink-Projekt“.

Zuvor hatte Bürgermeister Andreas Schultheis eindringlich um Unterstützung für die vom Infrastrukturprojekt Südlink betroffenen Kommunen im Schwalm-Eder-Kreis geworben. „Wir sollten uns solidarisch mit unseren Nachbarn zeigen“, sagte das Gemeindeoberhaupt. Schrecksbachs Parlamentarier wollten dem mehrheitlich so nicht folgen.

Wo sei denn in der Vergangenheit die Solidarität der anderen Städte und Gemeinde für Schrecksbach gewesen, wenn es um Windparks ging, fragte Andreas Frisch von der UWG stellvertretend, und viele seiner Kollegen nickten zustimmend.

„Mit ist ein 70 Meter hoher Gitterstrommast lieber, als ein Windrad mit 200 Metern,“ brachte Frisch die Mehrheitsmeinung in der Gemeindevertretung auf den Punkt. Damit ist Schrecksbach wohl eine der wenigen Gemeinde im Schwalm-Eder-Kreis, welche nicht bereit ist, der gemeinsamen Erklärung gegen Südlink beizutreten. (zmh)

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