Diskussion um Schwimmbäder: Mit knapper Mehrheit gab das Stadtparlament Geld frei

Es geht weiter mit Aquafit

Es geht weiter für den Verein Aquafit und die Badewelt Neukirchen: Michael Slabon, Vorsitzende Margit Stein, Klemens Olbrich und Willi Berg (von links) im Keller des Schwimmbades. Foto: Quehl

Neukirchen. Nach einstündiger Diskussion sprach sich das Neukirchener Stadtparlament mit knapper Mehrheit für dafür aus: Die Mandatsträger genehmigten in ihrer Sitzung am Donnerstag im Rathaus dem Förderverein Aquafit für weitere zwei Jahre Geld. Aquafit erhält jährlich 72 000 Euro von der Stadt, dafür übernehmen die Mitglieder weiterhin verschiedene Aufgaben rund um Hallen- und Freibad.

Die Finanzierung des Vereins und damit die Zukunft der Neukirchener Bäder stand auf der Kippe. Denn die Fraktionen von SPD und Grünen sprachen sich gegen die pauschale Vertragsverlängerung mit Aquafit aus. Ihre Begründung lautete, dass die Stadtverordneten zunächst die Haushaltsdiskussion im Februar abwarten sollten, um anschließend zu entscheiden.

„Wir können jetzt nicht festlegen, ob wir das Bad öffnen oder nicht“, sagte Bernd Grossmann (SPD). Denn insbesondere die Sanierung des Hallenbades verursache der Stadt immense Kosten: „Wir müssen wissen, was da auf uns zukommt“, sagte Holger Arndt von den Grünen.

Dafür mussten die Mandatsträger von SPD und Grünen ordentlich Schelte der anderen Fraktionen einstecken. Helmut Reich (FDP) war geschockt über die angesprochenen Vertagung: „Sie haben nicht den Mut das Bad zu schließen, sondern wählen den kalten Weg über den Verein.“ Er würdigte die Arbeit der Ehrenamtlichen für die Badewelt. Für Veronika Backes (CDU) war die Diskussion eine „Affenschande“. Die Christdemokraten wollten Kindern und Älteren das Bad nicht wegnehmen. „Ich kenne keine andere Lösung“, betonte Horst Möller (CDU), das Bad müsse ohne den Verein schließen.

„Wer übernimmt die Arbeit, wenn wir das Bad ohne den Verein weiterführen wollen“, fragte Ullrich Zulauf (FWG), SPD und Grünen wollten sich nur aus der Diskussion ziehen. Die Stadt könne es sich nicht leisten, die Badewelt zu schließen: „Neukirchen ist in den letzten Jahren nicht attraktiver geworden“, so Helga Puhl (UBL).

Von Claudia Schittelkopp

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.