Konferenz mit 70 Teilnehmern an der CBS – Unterwanderung in Vereinen thematisiert

Gemeinsam gegen Gewalt

Anregungen aus dem Bereich Sport: Referent Boris Mijatovic stellte den Konferenzteilnehmern ein Straßenfußballprojekt aus Kassel vor. Foto: Heist

Ziegenhain. Die zweite Netzwerkkonferenz für Toleranz im Schwalm-Eder-Kreis fand am Samstag an der Carl-Bantzer-Schule statt.

70 Vertreter aus Schulen, Jugendarbeit und Kirche sowie Vertreter des Jugendamtes und der Polizei nahmen an der vom Kreis organisierten Veranstaltung teil. Einen Tag lang befassten sie sich intensiv mit den Themen Verbreitung und Vorbeugung von Gewalt und Rechtsextremismus. In Diskussionsrunden und Workshops holten sie sich Anregungen und informierten sich über bereits bestehende Projekte.

Stephan Bürger, Projektkoordinator von „Gewalt geht nicht“ und „Toleranz fördern – Kompetenz stärken“ beim Schwalm-Eder-Kreis, hob den interdisziplinären Charakter der Veranstaltung hervor. „Die Idee der Konferenz ist es, alle, die sich für das Thema interessieren, zu vereinen“, erklärte er. Bürger sprach die Problematik der rechtsextremen Unterwanderung in den Vereinen an. Während in diesem Jahr der Schwerpunkt der Projektarbeit bei den Feuerwehren liege, beabsichtige man sich im kommenden Jahr verstärkt den Sportvereinen zu widmen, sagte er.

„Eine Gesellschaft ist nur dann gegen Rechtsextremismus gewappnet, wenn sie sich ihm entgegenstellt“, sagte Achim Kaiser, Leiter der Kriminalinspektion Homberg. Die Zahl der politisch motivierten Straftaten im Kreis sei von 115 in 2009 auf 75 in 2010 zurückgegangen, nicht zuletzt aufgrund der intensiven Ermittlungsarbeit, berichtete er weiter. Hinsichtlich des viel diskutierten Themas Burschenschaften sagte er, die Jugendlichen müssten mit dem Ordnungsamt und der Polizei im Gespräch bleiben. (zhk)

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